Williams & Bushido Beim Windeln wechseln scheiden sich die Geister

Unterschiedlicher könnten sie nicht sein, die beiden frisch gebackenen Väter Robbie Williams und Bushido. Während sich der englische Sänger ums Windeln wechseln reisst, will der deutsche Rüpelrapper davon nichts wissen. Auch prominente Väter aus der Schweiz sind sich nicht einig.

Robbie Williams, 38, hat es ziemlich erwischt. Seit der Geburt von Töchterchen Theodora schwebt er auf Wolke Sieben. Der frischgebackene Papa greift seiner Frau Ayda tüchtig unter die Arme und scheut sich auch nicht vor unangenehmen Aufgaben. Ganz im Gegenteil: In einem Radiointerview mit «Real Radio North East» ernannte sich der britische Musiker zum Herr des Wickeltisches. «Ich bin der Chef-Windelwechsler. Ich liebe es. Ich liebe es, sie ein Bäuerchern machen zu lassen. Ich liebe es, sie zu füttern und ich liebe es, Windeln zu wechseln. Es ist komisch, aber ich finde das auf einzigartige Weise verbindend», gestand er. Worte, die für Mütter wie Balsam auf der Seele klingen müssen. 

Dass es auch weniger vorbildliche Väter-Exemplare gibt, ruft uns Bushido ins Gedächtnis. Im Oktober-Interview mit dem österreichischen Magazin «Seitenblicke» erklärt der 34-jährige Skandalrapper die Versorgung seiner drei Monate alten Tochter zur Frauensache. «Wenn sie anfängt zu schreien, muss sie zur Mutter.» Die ersten sechs Monate im Leben seines Kindes sei er sowieso mehrheitlich Zuschauer, wie er sagt. Ebenso beim Windeln wechseln hält er sich vornehmlich zurück. Auch wenn seine Frau Anna-Maria Lagerblom anfangs über sein Verhalten erstaunt gewesen sei. «Ich bin da ein bisschen altmodisch. Bei einem Buben, kein Problem. Habe ich ja auch bei meinem kleinen Bruder einst gemacht. Aber als Mann möchte ich das nicht bei so einer Babyfrau. Ich würde auch nicht nackt mit meiner Tochter in die Badewanne.» Er habe da Hemmungen. Sie sei zwar ein Kind, aber auch ein weibliches Geschöpf. Dafür aber helfe er Anna-Marias neunjährigem Sohn Montry bei den Hausaufgaben und umsorge seine Frau umso mehr. 

Bushido täte gut daran, sich ein Beispiel an Berufskollege Robbie Williams zu nehmen. Oder an prominenten Schweizer Vätern: Roger Federer wickelte seine Zwillinge nicht nur regelmässig - er schaffte es auch in rekordverdächtigen eineinhalb Minuten. Und Ex-Mister-Schweiz Adel Abdel-Latif meinte einst stolz: «Ich war der Erste, der sie wickelte.» Nur Snowboard-Weltmeister Fabien Rohrer sowie Bio-Bauer und Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal tun sich ebenfalls schwer mit dem Thema. Im Umgang mit seinem Sohn sei er ein «Höseler», gab Rohrer kurz nach dessen Geburt zu. Und Blumenthal sagte über die erste Windel, die er wechselte: «Die hat so gestunken - ich war schockiert.»

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