Henning Mankell Bestsellerautor mitten im Drama

Henning Mankell befand sich auf dem Passagierschiff einer Gaza-Hilfsflotte, das von der israelischen Armee gestürmt wurde. Dies teilt die Organisation «Free Gaza» mit. Verletzt wurde der schwedische Bestsellerautor aber nicht.
Henning Mankells neuester Wallander-Krimi «Der Feind im Schatten» schiesst auf den Bestsellersliten nach vorne.
© DUKAS/ANGELI Henning Mankells neuester Wallander-Krimi «Der Feind im Schatten» schiesst auf den Bestsellersliten nach vorne.

«Henning Mankell ist nichts passiert.» Die schwedische Regierung widerspricht in ihrer Stellungnahme Gerüchten, der Bestsellerautor sei beim Sturm des Passagierschiffs «Marmara» durch die israelische Armee, angeschossen worden. Die Gerüchte tauchten auf, nachdem die Organisation «Free Gaza» mitgeteilt hatte, Mankell habe sich an Bord der «Marmara» befunden.

Die «Marmara» gehört zu einer Schiffsflotte, die Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen sollte: Prominente Persönlichkeiten unterstützten die Aktion «Ship to Gaza» mit ihrer Anwesenheit, so auch Mankell. Beim Sturm eines Schiffs, der «Marmara», durch die israelische Armee, wurden mindestens 10 Menschen getötet.

Wegen seines Engagements für die «Ship to Gaza»-Aktion musste der Wallander-Autor nun Stationen seiner Lesereise absagen - unter anderem seinen für gestern geplanten Besuch in Zürich. Wann er die Reise wieder aufnehmen wird, hängt laut seinem Verlag, von der aktuellen Entwicklung ab.



 

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