Bushido & Co. Wie die Stars aus ihren Strafanzeigen Profit schlagen

Es muss nicht immer ein Nachteil sein, für etwas angeklagt zu werden. Gerichtsprozesse lassen sich nämlich bestens vermarkten. Bushido weiss genau, wann er ein Album veröffentlichen muss - zum Beispiel dann, wenn er wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht steht.
Bushido vor Gericht: Medienwirksame Gerichtsprozesse
© Keystone

Bushido vergeht das Lächeln auch nicht, wenn er wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht steht.

Zum wiederholten Mal musste sich Bushido kürzlich vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: gefährliche Körperverletzung. Mit einem Schuh soll er einem Fan ins Gesicht geschlagen haben. Der Rapper wies alles zurück, der Richter sprach ihn frei. Während der Verhandlung grinste der 35-Jährige kontinuierlich, via Twitter ärgerte er sich nur kurz darüber, dass das Interesse an seinem Prozess so klein ist. «Voll wenig Presse im Gericht», schreibt er. Welch Zufall, dass sein neues Album «Sonny Black» nur wenige Tage vor Beginn herauskam - kurz danach stand es auf Platz eins der Charts.

Ein Blick zurück zeigt: Es ist nicht das erste Mal, dass Bushido just zu dem Zeitpunkt, an dem er vor Gericht antraben muss, ein Album auf den Markt bringt. Am 4. November 2005 erschien sein Werk «Staatsfeind Nr. 1» - am gleichen Tag stand er wegen Körperverletzung vor einem österreichischen Richter. Der Rapper bekannte sich seiner Schuld, mit einer Zahlung von 20'000 Euro wurde er zur Kasse gebeten. Sein Album verkaufte sich mehr als 100'000 Mal.

Schlechte Presse muss sich also nicht negativ auf den Erfolg eines Künstlers auswirken. In der Vergangenheit standen zahlreiche Prominente vor Gericht, die ihre Prozesse alle medienwirksam ausgeschlachtet haben. O.J. Simpson allen voran, aber auch eine Verona Pooth weiss, wie sie profitieren kann. Sehen Sie einige Beispiele in der Bildergalerie.

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