Carrie Fishers Leben war ein Drama Ihr Krieg mit Drogen, Männern & psychischen Problemen

Während Prinzessin Leia zur Ikone für ein ganzes Universum wurde, kam für die Schauspielerin nach der Rückkehr der Jedi-Ritter der Absturz. Sie landete im Drogensumpf und bekam ihre bipolare Störung nie in den Griff. Ihre Beziehungen waren stets zum Scheitern verurteilt. Jetzt ist Carrie Fisher tot.
Carrie Fisher (daed) Bilder mit Tochter auf Twitter
© Dukas

Eine der berühmtesten Szenen: Prinzessin Leia im goldenen Bikini als Sklavin von Jabba the Hutt. Carrie Fisher fand die Szene entwürdigend.

Mit 19 Jahren wurde Carrie Fisher als Prinzessin Leia in «Star Wars» auf einen Schlag weltberühmt. Doch während ihr Co-Star Harrison Ford zu einer berühmten Hollywood-Ikone wurde, ging es für Fisher nach der Trilogie nur noch bergab. Was war passiert?

Carrie Fisher litt gemäss eigener Aussage ihr Leben lang unter der Trennung ihrer Eltern. Analog zu Prinzessin Leia wurde Carrie mit dem goldenen Löffel im Mund geboren. Ihr Vater war Eddie Fisher, ihre Mutter Debbie Reynolds - sie gehörten zur Königsklasse in Hollywood und waren ein absolutes Traumpaar. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als Eddie Fisher seine Frau und seine Tochter verliess, um die damals kürzlich verwitwete Liz Taylor, †79, zu heiraten. 

Carrie Fisher (daed) Bilder mit Tochter auf Twitter
© Dukas

Carrie Fisher ist die Tochter der Hollywood-Grössen Eddie Fisher und Debbie Reynolds.

Fisher kam schon früh in Kontakt mit Drogen. Bereits mit 13 rauchte sie ihren ersten Joint. Auch der «Star Wars»-Ruhm brachte dem Teenager kein Glück: Fisher nahm während der Dreharbeiten zu «The Empire strikes back» Kokain und LSD - wie sie Jahrzehnte später in einem Interview zugab. Fisher kämpfte auch mit Alkoholproblemen.

Carrie Fisher (daed) Bilder mit Tochter auf Twitter
© Dukas

Regisseur George Lucas wollte Fisher die Rolle als Leia nur geben, wenn sie zehn Kilo abnehmen würde. 

Überdosis 1985

Im Alter von 24 Jahren wurde bei der Schauspielerin eine bipolare Störung diagnostiziert. Doch sie wurde auch von verschreibungspflichtigen Medikamenten abhängig. «Die Medikamente sorgten dafür, dass ich mich normal fühlte», sagte sie 2001 in dem Magazin «Psychology Today». 1985 hatte sie eine Überdosis an Antidepressiva und Schlafmittel. Sie wurde sofort ins Spital gebracht und überlebte. Ihre Drogeneskapaden verarbeitete Fischer in verschiedenen Romanen und ihrer Autobiografie. 

Auch mit den Männern hatte Carrie Fisher in ihrem Leben wenig Glück. Erst vor wenigen Wochen wurde publik, dass Fisher während der «Star Wars»-Dreharbeiten eine kurze Affäre mit Harrison Ford hatte. Der damals 33-Jährige war verheiratet und hatte zwei Kinder. 

Fishers Freund verliess sie für einen anderen Mann

1983 heiratete Carrie den Musiker Paul Simon. Die Ehe hielt nur elf Monate. Die beiden stritten sich ständig, am Ende sollen sie sich sogar mit Gegenständen beworfen haben. «Es war eine fantastische Hochzeit, aber eine schlimme Ehe», fasste Fisher später zusammen. 

Anfangs der 90er war die Schauspielerin mit dem PR-Agenten Bryan Lourd zusammen, 1992 kam Töchterchen Billie Lourd zur Welt. Nach drei Jahren war auch diese Beziehung am Ende. Der Grund: Bryan Lourd verliess Carrie Fisher für einen anderen Mann. 

Laut «Radar online» soll Carrie Fisher vor ihrem Tod einen Drogenrückfall gehabt haben. Eine Bekannter will sie erst kürzlich high gesehen haben. «Freunde von ihr sagten, sie sei wohl nie wirklich clean gewesen», so die Quelle. 

Carrie Fisher starb am 27. Dezember 2016 nach einem Herzinfarkt. 

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