Notrufaufnahmen veröffentlicht Chester Benningtons Angestellte unter Schock

Auf den Aufnahmen hört man Chester Benningtons Haushälterin im Hintergrund verzweifelt schreien und weinen. Die Angestellte fand den Sänger, der sich im Alter von 41 Jahren vergangene Woche das Leben nahm. 
Chester Bennington, Sänger der Band Linkin Park, nahm sich am 20. Juli 2017 das Leben
© Getty Images

Chester Bennington, Sänger der Band Linkin Park, nahm sich am 20. Juli 2017 das Leben. Er hinterlässt seine Ehefrau Tanita und sechs Kinder. 

«Ich bin Fahrer, und als ich meinen Kunden abholen wollte, kam seine Haushälterin raus und sagte, er sei tot.» So ruhig und gefasst setzt der Chauffeur den Notruf ab, der den Tod von Linkin-Park-Sänger Chester Bennington verkündet. Hört man genauer hin, wird klar: Er war wohl der Einzige, der in der Lage war, die Notfall-Nummer zu wählen. 

Im Hintergrund hört man die verzweifelte Angestellte Benningtons schreien und weinen. Sie hat den 41-Jährigen im Schlafzimmer seines Hauses in Palos Verdes Estates, Los Angeles, aufgefunden. «Ich war selber nicht im Haus. Ich habe sie gefragt, ob er warm oder kalt ist, ob er noch lebt. Sie sagt, er habe sich getötet, er habe sich erhängt», beschreibt der Fahrer die Situation weiter.

Die Familie war nicht im Haus

Chester Bennington sollte gemäss Angaben des People-Portals «TMZ» am Morgen seines Todestages an ein Fotoshooting gefahren werden. «Ist das die Haushälterin, die ich im Hintergrund höre», fragt die Notfall-Beamtin. «Ja, sie telefoniert gerade mit seiner Frau», antwortet der Fahrer. 

Talinda Bennington, 40, die mit dem Sänger elf Jahre lang verheiratet war, befand sich während des Suizids mit den gemeinsamen drei Kindern nicht im Haus. Sie erfur erst am Telefon vom Tod ihres Mannes. 

Talinda Bennington, Witwe von Chester Bennington, kurz nach seinem Tod.
© Dukas

Talinda Bennington, 40, Witwe von Chester Bennington, ist sichtlich gezeichnet vom Tod ihres Mannes. 

Vor zwei Monaten neues Haus gekauft

Die Familie hatte das Anwesen, in dem sich Bennington erhängte, erst im Mai für 2.5 Millionen US-Dollar gekauft. Ein Familienanwesen in einem schönen Quartier mit guten Schulen in der Nähe. Ein Umstand, der nur noch mehr Fragen zum plötzlichen Tod des Sängers aufwirft. 

In einem Statement, das Chesters Band Linkin Park veröffentlichte, hiess es: «Wenn wir über unsere Zukunft zu sprachen, war deine Begeisterung ansteckend.» Die Band wollte auf Tour gehen und hatte erst im Mai ihr neues Album veröffentlicht. 

«Liebe das Leben, Papa»

Sein Sohn jedoch schien gemerkt zu haben, dass Chester Bennington noch immer mit seinen Dämonen kämpfte. Er hinterliess seinem Vater nur wenige Tage vor dessen Tod ein Post-It an der Kaffeetasse. Darauf steht: «Dad, geniess die Proben oder was auch immer du heute tust. Liebe das Leben, denn es ist ein Schloss aus Glas.»

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