Was macht eigentlich... ...Comedian Oliver Pocher?

Der Badboy der deutschen Comedy-Szene ist zurück und treibt ab dem 4. Januar erneut sein Unwesen im deutschen Fernsehen. Mit seiner neuen Show «Alle auf den Kleinen» wird Oliver Pocher hauptsächlich seinem grössten Konkurrenten Stefan Raab auf die Füsse treten. Und natürlich seinen Kandidaten.

Austeilen ist der zweite Vorname von Oliver Pocher. Aber kann das 34-jährige Grossmaul auch einstecken? Das wird sich ab Januar zeigen. Dann fordert der 1.73 Meter grosse Comedian drei Kandidaten heraus, die die Chance haben, 100'000 Euro zu gewinnen. Das Konzept ist nicht ganz neu und erinnert stark an die Show «Schlag den Raab». Ob die Show neben Raabs Sendung bestehen kann, wird sich bei den Einschaltquoten zeigen. Derzeit trainiert der Entertainer jedenfalls fleissig im Box- und Fitnessstudio. Sonja Zietlow, die Moderatorin der Show, ist gespannt, wie er sich schlagen wird: «Denn Mut gehört ja schon dazu, das muss man ihm lassen», sagt die 44-Jährige gegenüber Bild.de

Mut hat Oliver Pocher schon immer bewiesen. Als gelernter Versicherungskaufmann setzt sich der Sohn von Zeugen Jehovas im Alter von 20 Jahren in den Kopf, eine Fernsehkarriere anzustreben. In einer Talkshow von Bärbel Schäfer versucht er damals, das Publikum zum Lachen zu bringen. Doch sein erster Auftritt geht ziemlich in die Hose: Die Zuschauer buhen und pfeifen ihn aus. Dass seine Witze nicht ankommen, liege am Publikum, sagt er damals selbstsicher gegenüber der Gastgeberin. «Lass mich bei Harald Schmidt auftreten und ich sage dir, die Nummer kommt gut.» Und: Er soll recht behalten.

DIE ERSTEN SELBSTSTÄNDIGEN SCHRITTE IM TV-BUSINESS
Ein Jahr später darf der gebürtige Hannoveraner als Gastmoderator eine Woche lang auf dem deutschen Musiksender Viva die Sendung «Interaktiv» moderieren. Die Festanstellung im Anschluss lässt nicht lange auf sich warten. Er moderiert die Sendungen «Chart Surfer», «Trash Top 100», «Was geht ab», «Planet Viva» und bekommt 2002 seine eigene Sendung «Alles Pocher,...oder was?». 

EIN SCHERZKEKS ZUM MIETEN
Ein Jahr später moderiert er bis 2006 die ProSieben-Unterhaltungssendung «Rent a Pocher», in der man ihn unentgeltlich für diverse Jobs mieten kann. Er versucht sich unter anderem als Hotelpage, Kindergärtner, aber auch als Hund, Schwuler und als Double von Stefan Raab. Da er für fast keinen Job die nötige Erfahrung mitbringt, führt dies zu äusserst humorvollen aber auch peinlichen Situationen. Doch eine Schmerzgrenze gibt es nicht - zumindest nicht im Leben eines Oliver Pochers. 

Ein Highlight der Show ist die Ernennung im Jahr 2005 zum Teamchef der Fussballmannschaft von Sansibar. Diesen Titel trägt er übrigens bis heute noch.

Dass er Ahnung hat vom Fussball, beweist Pocher während der Fussball-WM 2006 in Deutschland. Er moderiert auf ProSieben die Sendung «Pochers WM-Countdown» und bringt die offizielle Hymne des Deutschen Fussball-Bundes auf den Markt: 

Anschliessend spricht er in der «Hui Buh»-Verfilmung die Rolle eines einfältigen Geistes und bekommt seine erste Hauptrolle im Film «Vollidiot»: 

SCHLAGABTAUSCH MIT HARALD SCHMIDT
Im selben Jahr wechselt er vom Privatsender ProSieben zum Ersten. Dort darf er zusammen mit Harald Schmidt die Late-Night-Show «Schmidt & Pocher» moderieren. Nach eineinhalb Jahren ist jedoch Schluss mit der Show auf ARD und Pocher wechselt 2009 zum Privatsender Sat.1, wo er «Sportfreunde Pocher - Alle gegen die Bayern» und schliessend die «Oliver Pocher Show» moderiert. Weiter sieht man ihn in Gastrollen bei «Alarm für Cobra 11» und in der Telenovela «Anna und die Liebe». 

WIRD ER DER ZWEITE STEFAN RAAB?
Im vergangenen Jahr wird dann bekannt, dass er die Sendung «Alle auf den Kleinen» zugesprochen bekommt, die am 4. Januar auf RTL ausgestrahlt wird. Ausserdem sieht man ihn seit August 2011 alle zwei Wochen zusammen mit Jessica Kastrop auf dem Pay-TV-Sender Sky, wo er für die Sportsendung «Samstag Live!» vor der Kamera steht.

PRIVATLEBEN
Dass es nebst seinem beruflichen Engagement auch in seinem Privatleben turbulent zu und hergeht, schildert jüngst seine Frau Alessandra Pocher, 29, 
auf Twitter. Während sie versucht, das Familienchaos unter Kontrolle zu halten, macht er als dreifacher Vater von Nayla Alessandra, 2, und den einjährigen Zwillingen mit den angeblichen Namen Emanuel und Elian, keine rühmliche Figur: «Zwei von drei Kindern erbrechen gleichzeitig. Was macht mein Mann: Rennt aus dem Zimmer und sagt ‹mir ist irgendwie komisch›.» Natürlich blieb auch der Seitenhieb nicht aus: «Hahaha... Typisch Mann... Die können gar nichts ab!!!!!»

Vor der Ehe mit der Schmuckdesignerin und der Ex-Verlobten von Boris Becker war Oliver Pocher von 2002 bis 2004 mit Annemarie Warnkross und von 2005 bis 2009 mit der Bachelorette Monica Ivancan liiert. 

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