Cristiano Ronaldo Der Weltfussballer weint vor Rührung

Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet der Mr. Cool des Fussballs wird für einmal ganz weich. Bei der Ernennung zum Weltfussballer des Jahres fliessen bei Real-Madrid-Star Cristiano Ronaldo die Tränen.

Um kurz vor acht Uhr ist es raus: Nicht FC-Bayern-Spieler Franck Ribéry, 30, oder der Vierfache-Weltfussball-Gewinner Lionel Messi, 26, Star des FC Barcelona, gewinnt den Goldenen Ball, sondern Cristiano Ronaldo. Der 28-jährige Portugiese, der im vergangenen für Real Madrid 69 Tore schoss und nun schon zum zweiten Mal die Trophäe holt, reagiert bei seiner Ernennung zum Weltfussballer des Jahres 2013 ungewohnt emotional. Er könne kaum sprechen, schluchzt er am Montagabend auf der Bühne des Zürcher Kongresshaus. «Es ist schwierig zu beschreiben, was ich gerade fühle. Es ist grossartig, diesen Ballon d’Or gewonnen zu haben. Es ist ein sehr emotionaler Moment für mich», so Ronaldo, der mit seinem Sohn Cristiano Ronaldo Junior, 3, auf der Bühne steht. Im Publikum sitzen Mama Dolores und Freundin Irina Shayk, 28 - ebenfalls mit Tränen in den Augen.

Ausgerechnet Ronaldo, dem sonst Arroganz nachgesagt wird, zeigt eine Gefühlsregung. Damit tat sich der Portugiese besonders nach seinem Sieg 2008 schwer. Anschliessend war er weitere vier Mal nominiert, musste aber jeweils dem Argentinier Messi den Vortritt lassen. «Natürlich bin ich glücklich und froh, dass man von mir so gut spricht und dass ich hier bin. Es ist ja nicht das erste Mal. Ich versuche immer noch mehr zu erreichen, noch weiter zu kommen», sagt er kurz vor der Kür zur «FAZ».

Cristiano hat verdient gewonnen.

Der erfolgsverwöhnte Lionel Messi gönnt seinem Konkurrenten Ronaldo jedenfalls den Sieg. «Er hatte ein tolles Jahr, da gibt es nichts weiteres zu sagen.» Aber auch er und Franck Ribéry hätten ein gutes Jahr gehabt. «Darum waren wir auch hier. Wer auch immer gewonnen hätte, wäre ein würdiger Gewinner gewesen», sagt er zu Goal.com. Und auch, wenn er (wie immer) die Nase vorne haben wollte: «Cristiano hat verdient gewonnen.» Deshalb beschwere er sich auch nicht, so Messi, der am Ende den zweiten Platz belegt. Frank Ribéry ist bei der Wahl trotz fünf Titeln mit dem FC Bayern leer ausgegangen. Er belegte mit 1127 Punkten den dritten Rang. 

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