Ausgerechnet er fehlte auf dem «DSDS»-Abschiedsbrief Wieso Klaws nicht öffentlich um Daniel Küblböck trauerte

Nach den tragischen Vorfällen um Daniel Küblböck meldeten sich seine ehemaligen Mitstreiter von «Deutschland sucht den Superstar» in einem emotionalen Abschiedsbrief. Der damalige Sieger Alexander Klaws aber verweigerte die Unterschrift. Nun erklärt er, wieso er den Brief heuchlerisch findet.
Alexander Klaws Daniel Küblböck
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Daniel Küblböck und Alexander Klaws bei «Deutschland sucht den Superstar» im Jahr 2002/2003.

Vergangenen Sonntag sprang Daniel Küblböck von Bord eines Kreuzfahrtschiffes in den kalten Atlantik - wenige Tage später wurde die Suche eingestellt. Die Hoffnungen, den 33-Jährigen noch lebend zu finden, sind verblasst.

Die tragischen Vorkommnisse bewegen auch die ehemaligen Mitstreiter von Daniel Küblböck bei «Deutschland sucht den Superstar». 2002/2003 kämpfte Küblböck dort mit zehn anderen Kandidaten um den Titel und sang sich auf den dritten Platz - der Start seiner Karriere. Auf Facebook meldeten sich nun die damaligen Konkurrenten in einem gemeinsamen Abschiedsbrief.

«Auch Clowns weinen»

«Es tut uns unendlich leid, auf diese Weise zu erfahren, welche grausame Traurigkeit Dich die letzten Monate umgeben haben muss», schreiben unter anderem Juliette Schoppmann, 38, oder Daniel Lopes, 41. Manche Menschen hätten ihn vielleicht als «Clown» empfunden. «Jedoch auch Clowns weinen.»

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Sie hätten einen Menschen mit unglaublich vielen Facetten kennenlernen dürfen, mit einem riesigen, unvoreingenommenen Herzen, aber auch sehr zerbrechlicher Seele. «Wo immer Dich Deine Reise auch hinführt: Du wirst in unseren Herzen weiter leben! Danke, dass wir einen Teil Deines Weges mit Dir gehen durften!»

«Das ist schlicht abartig»

Was auffällt: Der Brief wurde von allen damaligen Kandidaten unterzeichnet - einzig der Sieger jener ersten Staffel fehlt: Alexander Klaws, heute erfolgreich als Musicaldarsteller. Das deutliche Zeichen war vielen Küblböck-Fans wohl zu viel - wie Klaws nun auf Facebook öffentlich macht, wurde er in den letzten Tagen angefeindet.

«Als Arschloch etc. betitelt zu werden, nur weil für euch Clowns die Welt ohne Facebook nicht existiert, ist schlichtweg abartig!», meint der Sänger in seinem Facebook-Post und weist darauf hin, dass es nebst Facebook auch noch andere Möglichkeiten gebe, am Schicksal eines Menschen teilzuhaben. «Ohne alle Welt gleich darüber zu informieren, auf welche Art man es tut.»

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«Es hat sich heuchlerisch angefühlt»

Dass er den Brief nicht mitunterzeichnet habe, heisse nicht, dass ihm die Situation, die Daniel für sich gewählt habe, egal wäre, schreibt Alexander Klaws weiter. «Es hat sich einfach heuchlerisch angefühlt, Teil einer Sammel-Nachricht zu sein über jemanden, mit dem man seit 14/15 Jahren keinerlei Kontakt hatte.»

Zum Schluss dann nimmt Alexander Klaws doch noch öffentlich von Daniel Abschied und wünscht allen Beteiligten viel Kraft. «Ich hoffe einfach nur, dass, egal wo du auch sein magst mein Kleiner, du nun in Ruhe deinen Weg gehen kannst!»

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