Harry & Peter Brant Das schnöde Leben der It-Boys

Die Eltern berühmt, das Bankkonto prall gefüllt. Nach den Hilton-Schwestern und den Ecclestone-Töchtern kommt die Ablösung - diesmal von zwei Jungs: Harry und Peter Brant. Was sie geleistet haben? Natürlich nichts.
Harry und Peter Brant 2012 in New York
© Getty Images

Harry und Peter Brant gehören zur New Yorker High Society und geben mit Hingabe das Geld von Papa aus.

Die «New York Times» bezeichnet sie als «Prinzen der Nacht», sie selbst betiteln sich mit ihren jungen Jahren bereits als «Ikonen». Harry, 16, und Peter, 19, Brant mischen seit gut zwei Jahren im amerikanischen Jet-Set-Zirkus mit. Während andere Kinder in dem Alter noch unsicher nach ihrer Identität suchen, haben sie die Söhne von Stephanie Seymour, 44, und des Medienmoguls Peter Brant, 65, bereits gefunden. Selbstbewusst umgeben sie sich bei gesellschaftlichen Anlässen mit ihresgleichen - der New Yorker Upperclass - und geben provokante Weisheiten von sich. «Du bist eigentlich erst wer, wenn dich Peta mag oder hasst» oder «Mein Leben fühlt sich an wie eine lange Episode der Serie ‹Absolutely Fabulous›. Neidisch?». 

Seitdem die Brüder einen Babypanther mit Diamantencollier zur legendären New Yorker Met Gala mitnehmen wollten und für ihren Auftritt nebst dem armen Tier zudem noch einen goldverzierten Rolls-Royce organisiert hatten, reissen sich die Clubs um die werbewirksamen Exoten. Aber sonst? Ausser Harrys Twitter-Account mit immerhin knapp 83'000 Fans hat das narzisstische Brüderpaar nicht viel zu bieten. Das Geld, das sie mit vollen Händen ausgeben, gehört Papa, mit Männlichkeit können die «Mägerli-Mucks» ebenfalls nicht aufwarten. Ihre bleiche Hühnerbrust hat so viel Sex-Appeal, wie sie Bescheidenheit haben. Null. 

Und während Harry sein Leben als «Sohn von» fleissig via Instagram oder mit Tweets aus der ersten Reihe diverser Modenschauen zur Schau stellt, fällt Peter durch seinen Ödipus-Komplex auf. 2011 gingen Bilder durch die Presse, die den Teenager mit seiner Mutter in innigen Posen am Strand zeigten. «Meine Mutter und ich sind uns sehr nah. So wie sie es mit all ihren Kindern ist. Sie umarmt und küsst mich oft.» Jede Mutter der Welt tue doch das Gleiche, rechtfertigte er sich auf Queerty.com, nachdem die irritierenden Fotos für jede Menge Spekulationen sorgten. Da er schwul sei, wären die Bilder aus jeglichem Kontext gegriffen. Die Tatsache seiner sexuellen Gesinnung würde vielleicht auch den etwas anderen Umgang miteinander erklären. 

Ein Jahr später jedoch krebst Peter zurück. Plötzlich ist sich das Multimillionärssöhnchen, das zusammen mit seinem Bruder schon für Modestrecken posiert hat, nicht mehr so sicher, nur auf Jungs zu stehen. In einem Interview mit der «Vanity Fair» gibt Peter lediglich zu, dass die Möglichkeit bestünde, schwul zu sein. «Ich bin beides, so etwas wie, ein bisschen...», sagt er - und will sich nicht festlegen. «Ich mag es nicht, definiert zu werden. Ich glaube auch nicht, dass man das kann. Ich bin undefinierbar.» Wollte er nach den inzestuösen Bildern nur seinen Kopf aus der Schlinge ziehen? Scheint fast so. 

Was es sonst noch über die beiden zu erzählen gibt? Eben nichts. Aber das könnte sich ja noch ändern. Paris Hilton, 32, hat ja schliesslich auch noch irgendwann die Kurve gekriegt.

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