Usain Bolt In der Schweiz will er «schöne Ladys» treffen

Es ist sein erster Auftritt nach seinem dreifachen Triumph an den Olympischen Spielen in London. Am Donnerstag startet der jamaikanische Weltklasse-Sprinter Usain Bolt in Lausanne an der Athletissima über 200 Meter, eine Woche später bei Weltklasse Zürich. SI online traf den schnellsten Mann der Welt in La-Tour-de-Peilz VD.

Es ist nicht das erste Mal, dass Usain Bolt, 26, die Schweiz besucht. Diesmal hat Jean-Claude Biver, Chef der Uhrenmarke Hublot, die Bolt sponsort, den schnellsten Mann der Welt zu sich eingeladen. Er kommt gerade von einem einstündigen Heli-Alpenrundflug zurück und schwärmt: «Es war wunderbar! Die Berge und den Schnee von so nah zu sehen! Ich genoss das sehr, auch wenn ich nicht der Berg-Typ bin. Ich liebe das Meer, die Wärme. Die Hitze jetzt, I love it!»

Bolt freut sich ebenso auf den Dienstag: Dann feiert er in Lausanne seinen 26. Geburtstag. Was er sich wünscht? «Eine Yacht! Ich will mir eine Yacht kaufen.» Schöne Autos hat er ja schon einige. «Im Moment sind es acht, ich habe schon ein paar verkauft. Mein absoluter Favorit ist der Nissan GTR, ein wunderbares Sportcoupé, er hat 500 PS.» Eine Busse wegen zu schnellen Fahrens habe er noch nie gehabt. «Auch wenn ich ab und zu aufs Gas drücke. Früher, als noch jung war, fuhr ich meist sehr schnell, heute lass ich es ruhig angehen.»

Bolt gibt zu: Es gibt nichts, was er schneller könne als rennen. «Neben dem Rennen bin ich sehr faul, ich bin ein sehr fauler Typ. Ich mache nichts schnell, nehme mir für alles Zeit.» Zeit für Shopping will er sich nehmen in der Schweiz, sagt er. «Wenn neben dem Training Zeit dafür bleibt. Dann werde ich hoffentlich ein paar schöne Ladys treffen», sagt er mit strahlenden Augen, «in der Schweiz hats viele hübsche Frauen.» Was er kaufe? «Schuhe! Sportschuhe und Sneakers. Daheim in Kingston/Jamaika hab ich eine ganze  Wand voll davon. Schon in Paris hab ich vor kurzem ein paar gekauft.» Und Schokolade? Der Jamaikaner schmunzelt. «Vor ein paar Jahren hatte ich echt Probleme wegen Schweizer Schokolade. Ich bekam sie à discretion, ass zu viel davon, wog dann zu viel. Und musste eine kleine Diät einlegen.»

Das Essen in der Schweiz findet er sehr gut. «Meist esse ich im Hotel, Zeit, um auswärts essen zu gehen, habe ich fast nie. Doch vielleicht reichts für ein Besuch in einem McDonald’s.» Fast überall, wo er hinkomme, gehe er in die berühmte Fast-Food-Kette. «Doch ich schaue, dass ich ein wenig reduziere.» Und wie wärs mit Ferien in der Schweiz? «Nächstes Jahr vielleicht. Dieses Jahr mache ich Urlaub in Australien.» Dort geht Bolt wahrscheinlich surfen. «Mal schauen, was meine Kumpels dazu sagen, die mich begleiten.» Kaltes Wetter hat er nicht gerne, deshalb betreibe er auch keinen Wintersport.

Seine Lieblingsmusik ist Hip-Hop und Reggae. In seiner Heimat sei er ebenso bekannt wie Bob Marley. Mit Muhammad Ali will er nicht verglichen werden. «Ich bin eine Legende. Doch ich will in meinem Sport einfach nur das Beste leisten, was ich kann.» Seine Idole sind der frühere Leichtathletikstar Michael Johnson sowie Basketballspieler Kevin Garnett.

Usain Bolt freut sich auf seine beiden Schweizer Auftritte. «Ich bin gut in Form.» Rund zwei Stunden trainiert er hier pro Tag, nicht mehr so intensiv wie vor den Olympischen Spielen in London. «Das Schweizer Publikum ist fantastisch! Ich werde mein Bestes geben!»

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