Gérard Depardieu Der Steuerflüchtling ist jetzt Russe

Der französische Schauspieler hat Angst um sein Geld. Seit François Hollande Staatsoberhaupt ist und die «Reichensteuer» einführte, hat Gérard Depardieu versucht, Belgier zu werden. Nun ernennt ihn der russische Präsident Wladimir Putin zum Bürger seines Landes.
Ungewollt zum Russe ernannt: Gérard Depardieu sei Wladimir Putins Freund und willkommen in seinem Land.
© Dukas Ungewollt zum Russe ernannt: Gérard Depardieu sei Wladimir Putins Freund und willkommen in seinem Land.

Der Kreml lässt auf seiner Internetseite verlauten, Gérard Depardieu, 64, habe die russische Staatsangehörigkeit bekommen. In der Kurzmitteilung heisst es, Präsident Wladimir Putin persönlich habe den Antrag auf Einbürgerung gestellt - so habe es Depardieu gewollt. Ein Assistent des Schauspielers hingegen dementiert. Denn der Franzose wollte nicht Russe, sondern Belgier werden. Ein Haus im Örtchen Néchin hat er sich nämlich bereits gekauft, das Luxusanwesen in Paris ist wieder auf dem Markt.

Unter der neuen, sozialistischen Regierung von François Hollande fürchtet der schwerreiche Schauspieler um sein Vermögen. Lauthals protestierte er gegen die «Reichensteuer» - es geht um einen Steuersatz von bis zu 75 Prozent ab einer Million Euro Einkommen pro Jahr. Belgien gehört neben der Schweiz, Monaco und London zum beliebtesten Auswanderungsort französischer Steuerflüchtlingen.

Nach der öffentlichen Kritik an der französischen Regierung witterte Wladimir Putin wohl die Chance, sein Idol zum Landsmann zu machen. Anfang Dezember erklärte der russische Präsident, der Franzose sei sein Freund und bot ihm darauf hin den russischen Pass an. Gérard Depardieu schweigt bislang zu seiner neuen Staatsangehörigkeit.

Auch interessant