Was macht eigentlich... ...die Band Sugababes?

Kaum eine andere Band wechselte ihre Mitglieder so oft aus wie die «Sugababes». Die ursprüngliche Formation besteht schon lange nicht mehr. Nun steht die Reunion der Erstbesetzung an: Mutya, Keisha und Siobhan planen ihr Comback. Als neue Girlgroup machen sie nun ihrer alten Band Konkurrenz.

England ist um eine Girlband reicher. Im vergangenem April unterzeichneten Mutya Buena, 27, Keisha Buchanan, 27 und Siobhan Donaghey, 28, bei Polydor Records einen Millionendeal. Über Twitter liessen sie ihre Fans wissen: Wir sind zurück - in alter Formation, mit anderem Sound und neuem Namen. Von nun an werden die ehemaligen Sugababes den Bandnamen Mutya Keisha Siobhan, abgeleitet von ihren Vornamen, tragen. Die drei Freundinnen sind aktuell im Studio und arbeiten an neuen Songs wie «Love Me Hard» oder «Too In Love». Die erste Single soll voraussichtlich im Oktober in den Handel kommen.

1998-2001
Als All Saints-Manager Ron Tom die beiden Mädchen Mutya Buena und Siobhan Donaghey als Solo-Sängerin unter Vertrag nahm, konnte er noch nicht ahnen, dass einst die Band Sugababes dabei rauskommt. Bei einem gemeinsamen Auftritt entschieden die damals 13-jährigen Mädchen und ihr Manager, eine Band zu gründen. Das dritte Mitglied, Keisha Buchanan, kam per Zufall zu den Sugababes. Als sie ihre Freundin Mutya im Tonstudio besuchte, war Manager Tom fasziniert vom unterschiedlichen Aussehen der drei Mädchen. So wurde aus dem geplanten Duo ein Trio. Zwei Jahre später brachten sie ihre erste Single «Overload», dann ihr Album «One Touch» auf den Markt.

Die Sugababes schlugen ein wie eine Bombe: Platz 3 in Deutschland und Österreich, Platz 5 in der Schweiz, Platz 6 in England. Allerdings wurden sie erst zu eine der erfolgreichsten Girlband des 21. Jahrhunderts, als die rothaarige Siobhan die Band verliess. Wegen Streitereien mit Keisha wollte sie sich angeblich anderen Projekten widmen. Von einer Karriere in der Modeindustrie war die Rede, aber auch Depressionen sollen mit ihm Spiel gewesen sein.

2001-2003
Als Nachfolfgerin von Siobhan wurde Heidi Range in die Band geholt. Diese war zuvor in einer anderen Girlgroup: Atomic Kitten. Mit einem neuen Label im Rücken,  kommerziellerem Sound und dem zweiten Album, landeten die Sugababes einen Hit nach dem anderen. «Freak Like Me» mutierte zu ihrem ersten Nummer-1-Hit in England.

2003-2006
Auch mit dem dritten Album sicherten sie sich die Spitze der Hitparade. Währenddessen berichteten die Medien zunehmend von Streitereien innerhalb der Band. Mutya gestand später, dass sie anfangs mit Heide Range kein Wort wechselte.

Nach einer Auszeit und weiteren Single-Auskopplungen kam dann die Schock-Nachricht: Mutya hat die Band verlassen. Der Grund dafür war unter anderem, dass sie ihr erstes Kind erwartete - ein Mädchen.

Das Management stellte daraufhin im Jahr 2005 Amelle Berrabah als neues Bandmitglied vor. Danach legte sich der Erfolg der Band für kurze Zeit. Die letzte Single-Veröffentlichung «Follow Me Home» ihres Albums «Taller In More Ways» landete lediglich auf dem 32. Platz der englischen Charts.

2006-2009
Um dem schwindenden Erfolg entgegen zu halten, gaben sie 2006 ein Greatest-Hits-Album heraus:«Overloaded: The Hits Collection». Ausserdem verschaffte die Zusammenarbeit mit «Girls Aloud» der Band einen weiteren Nummer-1-Hit. Mit «Walk This Way» - gecovert von Aerosmith - waren sie wieder ganz oben angelangt.

2009 verliess dann das einzige übrig gebliebene Mitglied die Band. Keisha Buchanan scheute sich nicht, die wahren Gründe zu offenbaren. Über Twitter liess sie ihre Fans wissen, dass sie hochkant aus der Band geschmissen wurde. Jade Ewen stiess als neues Zuckerbaby zur Truppe. Mit ihr nahmen noch ein weiteres Album auf.

Dannach ging der Streit wieder von Neuem los: Mutya wollte sich die Rechte am Bandnamen sichern, denn die Sugababes gäbe es ja nun nicht mehr. Wie das endete, ist klar: Die Sugababes gibt es noch, allerdings mit der neuen Besetzung: Heidi Range, Amelle Berrabah und Jade Ewen.

Als die Band im Jahr 2000 ihre erste Single veröffentlichte, erzählte die damals 16-jährige Mutya in einem Interview, wie es zum Namen Sugababes kam. Sie brauchten einen Bandnamen, denn sie konnten sich ja nicht einfach Mutya Keisha Siobhan nennen. Gut zehn Jahre später trifft aber genau dieser Fall ein. Die Gründungsmitglieder sind keine Babes mehr, heissen jetzt aber so, wie sie tatsächlich heissen. Nämlich Mutya Keisha Siobhan!

Was machen eigentlich Drogen-Rocker Pete Doherty, Octomom Nadya Suleman und die Schauspieler aus «E.T. - Der Ausserirdische»? Wir sagen es Ihnen - im Dossier von SI online.

Auch interessant