Was macht eigentlich... ...die Band Westlife?

Zehn Jahre lang badete die britische Boyband im Erfolg. Und hatte trotzdem ein Image, so propper, dass der Papst sie 2001 zum Weihnachtskonzert lud. Inzwischen sind die Jungs verheiratete Väter. Und wenn sie ihr «Uptown Girl» singen, schmilzt keine mehr dahin. Jetzt feiern Westlife Abschied von ihren Fans. Ein Rücktritt. Mit Comeback?

Es gab Zeiten, da sangen sie an der Hochzeit von englischen Fussballprofis. Oder wenn die Queen gerade Barack Obama auf der Insel begrüsste. Jetzt ist ihr Zauber irgendwie erloschen. Westlife sind nicht mehr. Oder jedenfalls sehr bald nicht mehr. Gerade geben die vier Jungs der irischen Boyband ihre Abschlusstournee. Nach 14 Jahren, 11 Alben und 44 verkauften Tonträgern sagen sie Byebye. Und danken ihren Fans: «Für uns ist ein Traum in Erfüllung gegangen.»

2008 - 2012: HIGHLIGHT UND SCHNELLER FALL
Im Juni 2008 feiern Westlife ihr zehnjähriges Bestehen: Vor 82'000 Fans treten sie im Croke Park Stadion in Dublin auf. Nach dem grössten Ereignis ihrer Karriere, nehmen sie sich eine einjährige Auszeit. Mit dem Album «Where We Are» kommen sie zurück. Innert kürzester Zeit ist das Musikbusiness kurzlebiger geworden. Boy Groups sind out - die Westlife-Groupies von früher schwärmen nun für harte Rocker.

2010 wagen Westlife mit «Gravity» den letzten Versuch. Bevor sie 2011 den Fans mit einem «Best Of»-Album ihren Abschied ankündigen. Ein Byebye auf Raten. Ende Mai 2012 sind Westlife Geschichte.

Von einem Comeback zu viert oder zu fünft wollen die Herren nichts wissen. Das ging Take That lange genau so. Am Schluss hätte sich selbst ein Robbie Williams beinahe wieder überreden lassen.

1999 - 2006: EIN HIT NACH DEM ANDEREN
1999 veröffentlichen Westlife ihr erstes Album. Sie nennen es nach der Band. In Europa werden die süssen Jungs zum Kassenschlager. Zu Hause in Irland halten sich die Newcomer damit sagenhafte 61 Wochen in den Charts. Die grössten Erfolge («Uptown Girl», «Flying Without Wings», «You Raise Me Up») haben Westlife aber in England, wo sie zwischen 1999 und 2006 14 Mal auf Platz 1 der Singlecharts landen. Ein Rekord, der nur von Elvis Presley, den Beatles und Cliff Richard übertroffen wird.

2004 minimiert sich das einstige Quintett auf ein Quartett. Brian McFadden verlässt Westlife um mehr Zeit mit seiner damaligen Frau und den beiden Kindern zu verbringen. Seither singt er solo.

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