Barack Obama Die Geschichte zum bekanntesten Foto der Welt

Das Foto, auf dem der US-Präsident seine Frau umarmt, ging millionenfach um die Welt. Barack Obama konnte bei seinem Wahlkampf auf ein kreatives Social-Media-Team zählen. Das Bild wurde allerdings aus dem Stegreif gewählt - von einer überarbeiteten 31-Jährigen.
«Four more years» wird Michelle Obama nicht nur die Frau von Barack Obama sein, sondern auch die Frau des US-Präsidenten.
© via Twitter

«Four more years» wird Michelle Obama nicht nur die Frau von Barack Obama sein, sondern auch die Frau des US-Präsidenten.

Mit über 4 Millionen «likes» auf Facebook und knapp 1 Million «Retweets» auf Twitter hat das Foto, das Barack Obama nach seinem Wahlsieg am 7. November 2012 veröffentlichte, Rekordzahlen in Sachen viraler Verbreitung erreicht. Zu sehen: Der US-Präsident, der seine Frau Michelle umarmt - mit der Bildunterschrift «Four more years». Nachdem Obama während seines ganzen Wahlkampfs die sozialen Netzwerke äusserst geschickt nutzte, könnte man meinen, auch dieses Bild sei speziell ausgewählt worden. Dem ist nicht so, wie TheDailyBeast.com jetzt schreibt. Das Foto, das bereits im August aufgenommen wurde, fand nämlich eher zufällig den Weg ins Netz. Die 31-jährige Laura Olin, Mitglied des Social-Media-Teams, war am Tag der Wahl seit 4 Uhr morgens auf den Beinen, komplett überarbeitet - und sie wählte das Foto spontan.

Möglich war dies, weil das Team ohne direkte Befehle vom Weissen Haus agieren durfte. So betreuten die Mitarbeiter die verschiedenen Kanäle wie Twitter, Facebook oder Tumblr während des Wahlkampfs selbständig - im jeweils zur entsprechenden Person passenden Tonfall: «Joe Biden machte viel mit Veteranen, viel mit Mittelstandsfamilien etc.», erklärt Olin, «Michelle Obama beschäftigte sich viel mit Ausbildung, natürlich Frauen, Gesundheit und Ernährung.» Der Nachteil an so viel Freiheit bei der Arbeit: Olin und ihr Team (weitere drei Personen) standen unter enormem Druck, ein Grammatikfehler wäre in Sekunden um die Welt gegangen und hätte Obama schnell in eine unangenehme Situation bringen können.

«Es war schon etwas beängstigend», gibt sie zu. Aber schliesslich sei ihnen kein Fehler unterlaufen - im Gegensatz zum Team von Konkurrent Mitt Romney: Der Aufruf an die Wähler, sich mit Romneys iPhone-App «A Better Amercia» zu fotografieren, sorgte für Spott auf dessen Kosten.

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