In Erinnerung an den Modezar Die fiesesten Hasstiraden von Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld ist heute Dienstag im Alter von 85 Jahren verstorben. Der Modeschöpfer war bekannt für sein loses Mundwerk. In Gedenken an ihn hat SI online seine übelsten Beschimpfungen zusammengetragen.
Karl Lagerfeld
© Getty Images

Spürte sich gar nicht: Karl Lagerfeld.

Es gibt Querulanten, die sich den Mund definitiv mal mit Seife waschen sollten. Auch Modeschöpfer Karl Lagerfeld, †85, spielte ganz vorne mit. Der nie lachende Modezar mit der dunklen Sonnenbrille als Markenzeichen sorgte immer mal wieder für Schlagzeilen. So zum Beispiel, als er vor nicht allzu langer Zeit in der französischen Zeitschrift «Le Point» erneut sagte, wie sehr er Angela Merkel, 64, für ihre Flüchtlingspolitik hasst. Schon im November 2017 kritisierte er sie in der Late-Night-Show «Salut les Terriens» heftig.

So echauffierte sich Lagerfeld darüber, dass Merkel «zu viele Muslime ins Land gelassen hat». Damit nicht genug. Der Designer holte aus und motzte: «Nun sitzen 100 dieser Neonazis im Parlament, weil Merkel die deutsche Geschichte vergessen hat.» Lagerfeld bezeichnete sogar Flüchtlinge in Deutschland pauschal als «die schlimmsten Feinde» der Juden.

Der Charakterkopf regte sich weiter auf: «Musste sie sagen, dass man eine Million Migranten willkommen heissen muss? Man muss sich der Vergangenheit, die wir in Deutschland haben, erinnern. Ich hasse Merkel dafür, dass sie das vergessen hat.» Den Grund für ihre Taten hatte der Modezar auch schon gefunden: «Als Pastoren-Tochter erträgt sie die Verbrechen der Nazis nicht. Das Paradoxe daran ist, dass Merkel das Böse an die Macht befördert, während sie es reparieren will.» Zum Schluss des Interviews erwähnte Lagerfeld noch, dass er sich überlegt, die Staatsangehörigkeit abzugeben.

Angela Merkel
© Dukas
Karl Lagerfeld konnte Angela Merkel nicht gut leiden.

«Sie sollte etwas weniger Farbe tragen»

Es war nicht das erste Mal, dass Lagerfeld gegen die CDU-Vorsitzende schoss. 2013 sagte er über das Erscheinungsbild der Politikerin: «Sie sollte wohl etwas weniger Farbe tragen und jemanden finden, der ihr bessere Hosen schneidert. Der Schnitt der Hosen ist nicht gut.»

Das Gesicht, die «Kraterlandschaft»

Nicht nur Merkel fiel Lagerfelds Lästereien zum Opfer. So beleidigte der Mode-Mann auch schon das Ex-Paar Heidi Klum, 45, und Seal, 56. Über das Gesicht des Musikers sagte er, es sei eine «Kraterlandschaft». Und: «Ich bin kein Dermatologe, aber Seals Haut möchte ich nicht haben.»

Heidi Klum verkauft Villa mit Seal
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Gerieten auch schon in Karl Lagerfelds Kritik: Heidi Klum und Seal.

In einem Interview, in dem Lagerfeld zu Klum befragt wurde, sagte er: «Ich kenne sie nicht. Claudia Schiffer kennt die auch nicht. Die war nie in Paris, die kennen wir nicht.» Auch von Klums Tätigkeit als Model-Mami bei «Germany's Next Topmodel» hielt der Chanel-Chef nichts: «Das hat nichts mit richtiger Mode zu tun.»

Alles vorbei bei Pete Doherty!

Auch Pete Doherty, 39, gehörte nicht zu den Menschen, die Lagerfeld respektierte. Auf den Look des Musikers, der wegen seiner Heroinsucht schon öfters im Drogenentzug war, sagte Karl einst: «Seine Musik, sein Look - vorbei. Darüber muss man gar nicht mehr nachdenken.» Er selber habe diesen Stil  schon in den sechziger und siebziger Jahren getragen, so Lagerfeld damals.

Pete Doherty
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Bekam sein Fett weg: Musiker Pete Doherty.

Arroganter Seitenhieb gegen Wolfgang Joop

An seinem Berufskollegen Wolfgang Joop, 74, liess Lagerfeld auch kein gutes Haar: «Sein Drama ist, dass er nicht ich ist.» Weiter im Text: «International kennt ihn doch keiner. Er kann alles gut imitieren, aber er hat keinen eigenen Stil.»

Wolfgang Joop bei GNTM
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Musste sich auch schon verbalen Attacken von Karl Lagerfeld stellen: Wolfgang Joop.

Wie «Vorzimmer vom Friedhof»

Nebst Joop geriet auch schon Jil Sander, 75, in Lagerfelds Kritik. Die Designerin sei schon «halb im Ruhestand. Ein entsetzliches Wort. Klingt wie Vorzimmer vom Friedhof.»

Jil Sander unter Beschuss von Karl Lagerfeld
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Musste ebenfalls harte Kritik seitens Karl Lagerfeld einstecken: Jil Sander.

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