Will & Kate Die halbe Welt ist schon vor Ort

Das Osterwochenende ist zu Ende und in London fängt der Hochzeits-Trubel an. Vor der Westminster Abbey haben sich bereits unzählige Fernsehteams aus der ganzen Welt stationiert. SI online ist vor Ort und mischte sich unter die Journalisten.

Noch geht es drei Tage, bis Prinz William und Kate Middleton zum Traualtar schreiten. Dennoch filmt der Kameramann eifrig immer wieder die Westminster Abbey. Ein Schwenk von links nach rechts, von oben nach unten und das Ganze umgekehrt. «Entschuldigung, ich habe ganz viel zu tun», sagt er.

Gleich ergeht es Diana Alvear vom US-Sender ABC News. Die Reporterin steht vor der Kirche, in der am 29. April die royale Trauung stattfindet und spricht schnell die Neuigkeiten in die Kamera. «Wir berichten täglich sechsmal über die Hochzeit», sagt sie. Immerhin finde ein solches Ereignis nur einmal in einer Generation statt.

Diana Alvear gehört zu einem der unzähligen Fernsehteams, die sich bereits auf der Tribüne vor der Westminster Abbey oder vor dem Buckingham Palace eingefunden haben. Insgesamt werden 8000 Journalisten erwartet. Viel passiert noch nicht, trotzdem muss über jedes kleinste Detail berichtet werden. «Wir Amerikaner mögen dieses Märchen, denn Kate ist ein ganz normales Mädchen. Und da wir selbst keine Monarchie haben, adaptieren wir die britische», so Alvear. Ihr Arbeitgeber schickt Journalisten aus den Städten New York, Philadelphia, Houston und Los Angeles nach London. Insgesamt seien sie sicher um die achtzig bis hundert Personen, meint Kameramann Ted Yasi. Gleich auf der Tribüne vor der Kirche und entlang der Hochzeitsroute besitzen sie mehrere Spots um nichts zu verpassen. Doch den perfekten Standort ergatterte CBS. Auf dem Hochhaus direkt vis-à-vis der Westminster Abbey. «Ich habe gehört, dass sie sich diesen Platz bereits vor zehn Jahren gesichert haben, falls denn ein Grossereignis stattfindet», sagt Jennifer Watts von ABC.

Yusuke Ibi muss sich mit der typischen Touristen-Perspektive begnügen: Er berichtet vom Trottoir aus für den japanischen Sender TBS. Viel Stress hat er nicht mehr, seit bekannt ist, dass die japanische Köngisfamilie wegen der Ereignisse im eigenen Land nicht anreisen wird. «In diesen Tagen hören die Menschen in meiner Heimat ausschliesslich traurige Nachrichten», sagt er. «Die Hochzeit ist eine gute Abwechslung. Ich hoffe, dass ich ein wenig Freude übermitteln kann.»

Sylvie Pinatel, Journalistin beim französischen Sender TF1, sieht in der Hochzeit ebenfalls eine willkommene Abwechslung. «Wir haben so viele Krisen, Kriege und Katastrophen auf der Welt. William und Kate lassen uns wieder an die Liebe glauben.» Mit sieben Kollegen ist sie aus Paris angereist, weitere fünf Korrespondenten waren bereits vor Ort.

Der Arbeitgeber von Juan Russo schickte ihn über den Atlantik. Am Freitag berichtet der Moderator live für den kolumbianischen Sender NTN24. «Es ist definitiv ein globaler Event. Zudem sichert diese Hochzeit den Erfolg der Windsors.» Als Mann interessieren ihn die geschichtlichen Aspekte der Königsfamilie, was die Hochzeit für Auswirkungen auf die Monarchie hat und die Koordination der ganzen Sicherheit. «Die Hochzeit ist mehr, als ein Märchen, das wahr wird.»

Alles zur Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton erfahren Sie in unserem Dossier.

Und: Lesen Sie ab sofort tägliche Live-Berichte aus London - am Mittwoch: Wie die Touristen um die Ehedauer wetten.

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