Knifflige Regeln Diese Regeln muss Trump beim Queen-Besuch beachten

Er ist bekannt dafür, Regeln gerne zu brechen. Ob Donald Trump das auch heute während des offiziellen Besuchs bei der Queen wagen wird? Fettnäpfchen gäbe es zahlreiche.
Donald Trump
© Dukas

Bei der Queen muss sich Donald Trump zusammenreissen.

Sein Händedruck ist weltberühmt. Donald Trump, 72, pflegt, die Hand seines Gegenübers so fest zu quetschen, dass sie rot anläuft. Wann der US-Präsident die Hand loslassen möchte, entscheidet er. Und das kann manchmal eine ganze Weile dauern.

Ob es Queen Elizabeth II., 92, schon davor graut? Denn heute Freitag soll der Präsident der Vereinigten Staaten in London auf das Oberhaupt der britischen Royals treffen. So mächtig Trump auch ist, die Queen dürfte auch von ihm erwarten, dass er die traditionellen Regeln einhält. Offizielle «Verhaltensregeln» gibt es gemäss Hof nicht. Doch eines ist klar: Tradition gilt auch für US-Präsidenten.

Das Händeschütteln

Die Besucher sind demnach dazu angehalten, zu warten, bis die Queen die Hand reicht. Erst dann darf man sie nehmen und anständig und kurz schütteln (zwei bis drei Schwünge). Der kanadische Premierminister Justin Trudeau, 46, machts vor:

Anrede

Bei der ersten Anrede muss Trump die Queen «Your Majesty», also «Eure Majestät» nennen. Von da an darf er sie mit Ma'am ansprechen. Sie verzieh es Nelson Mandela, †95, als er sie bei einem Besuch im Jahr 2003 «Elizabeth» nannte.

Knicks

Den Knicks müsste wenn schon nur Melania Trump, 48, machen. Das heisst, sie müsste leicht in die Knie gehen. Männer sollten sich vor der Königin verbeugen, können das aber ganz einfach mit einem leichten Senken des Kopfes tun. Erwartet wird das von einem Staatsoberhaupt aber nicht. Es wäre höchstens eine respektvolle Geste. Selbst die Mitglieder der Royal Family knicksen und nicken. Wie hier Meghan, 36, und Harry, 33:

Keine Berührungen

Grundsätzlich sollten Gäste die Queen nicht berühren. Ein munteres Schulterklopfen oder gar ein Zurechtweisen des Weges durch Packen am Arm wäre also hochgradig unhöflich. Wie übel sie diese kurze Berührung der ehemaligen US-First-Lady Michelle Obama, 54, nahm, ist nicht bekannt:

Kleidung

Weniger Protokoll oder Tradition, mehr Gewohnheit: Die Queen mag es bekanntlich nicht, wenn zu viel Haut gezeigt wird. Melania Trump müsste da also gut beraten sein, etwas dezenteres anzuziehen. Mit einem solchen Outfit würde sie wohl nicht viel falsch machen (bis auf den Hut):

Melania Trump
© Getty Images

Nun wäre Präsident Trump nicht das erste amerikanische Staatsoberhaupt, das sich einen Fauxpas leistet. Bei einem Treffen mit John F. Kennedy stürmte Gattin Jacqueline nach vorn und grüsste die Queen vor ihrem Mann. Ein No-Go, denn die Staatsoberhäupter müssten sich zuerst die Hand reichen. Auf einen Knicks und eine Verbeugung soll die Queen bei diesem Besuch ebenfalls vergeblich gewartet haben.

Queen Kennedy
© Getty Images

5. Juni 1961: Die Queen und Prinz Philip (l.) treffen im Buckingham-Palast Jacqueline und John F. Kennedy.

Queen Elizabeth II. hat seit ihrer Thronbesteigung 1952 alle US-Präsidenten getroffen. Einzige Ausnahme war Lyndon B. Johnson.

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