Nur Autogramme für Gläubige Donald Trump sorgt für Wirbel im Davoser Kongresszentrum

Die Schweiz, Davos und das WEF stehen Kopf. Die «Air Force One» ist in Zürich gelandet und der US-Präsident ist mit seinen Helis eingeflogen. Der Medienrummel, der Donald Trump dort empfing war auch fürs WEF einzigartig. Am Weltwirtschaftsforum wird er morgen Freitag vor 3000 Teilnehmern die Abschlussrede des WEF 2018 halten.
Donald Trump ist in Davos angekommen
© Keystone

US-Präsident betritt am Donnerstagnachmittag das Kongresszentrum Davos. 

Unter enormen Sicherheitsvorkehrungen landete die «Air Force One» des US-Präsidenten Donald Trump, 71, heute um 10.20 Uhr am Flughafen Kloten. Doch einen festlichen Empfang durch Schweizer Regierungsvertreter gab es nicht.

Auch der Weiterflug nach Davos in Helikoptern der US-Armee gestaltete sich wie in einem amerikanischen Aktionfilm. Mit sage und schreibe sechs Helis flog Trump in Davos ein. Ein Tross von Vans, Polizeiautos und Sicherheitsbeamten holten den US-Präsidenten ab. Eines ist klar: Trump fährt ein wie er politisiert. Auffällig und laut. 

 

Auch seine Ankunft im Kongresszentrum Davos nutzte der strittige Präsident, um zu zeigen, wie sein Hase läuft. Er gab lediglich einer Person unter den zahlreichen Wartenden ein Autogram, und zwar einer Dame, die das Buch «God and Donald Trump» mitbrachte. Das reckte er dann auch wie einen Pokal in die Höhe. 

Donald Trump ist in Davos angekommen
© Screenshot Blick

Nur ein Autogramm gab US-Präsident Trump bei seiner Ankunft am WEF. In das Buch «God and Donald Trump». 

Wo ist Melania?

First Lady Melania soll aus terminlichen und logistischen Gründen zu Hause geblieben sein. Doch die Gerüchte um eine Ehekrise im Hause Trump stellen die offizielle Begründung für ihre Abwesenheit in Frage. Kürzlich sorgte eine alte Affäre zwischen «The Donald» und der Pornodarstellerin Stormy Daniels, 38, für Aufsehen. Nun steht sogar eine mögliche Affäre mit der Kommunikationschefin Hope Hicks, 29, im Raum, nachdem Autor Michael Wolff sein Enthüllungsbuch «Fire and Fury» veröffentlicht hatte. Pikant: Hicks flog anstelle der First Lady mit nach Davos.

Hope Hicks Trump
© Keystone

Hope Hicks ist die Pressechefin von Donald Trump. Der 29-Jährigen wir eine Affäre mit dem US-Präsidenten nachgesagt. Sie reiste anstelle seiner Frau Melania mit ihm nach Davos.

Keinen Empfang für den mächtigsten Mann der Welt

Da es sich nicht um einen offiziellen Staatsbesuch handelt, gibt es auch keinen entsprechenden Empfang. «Es ist die langjährige Praxis der Kantonsregierung, beim WEF die Staatsoberhäupter nicht zu begrüssen», wie der Sprecher des Zürcher Regierungsrates, Andreas Melchior, gegenüber dem Tagesanzeiger bekannt gibt.

Da es nicht möglich wäre, allen Staatsoberhäuptern einen Empfang zu bereiten, hat man sich entschieden, alle gleich zu behandeln. In Davos will er laut seinem neusten Tweet der Welt verkünden, wie grossartig Amerika sei.

Trumps Programm

In den wenigen Stunden, die der vermeintlich mächtigste Mann der Welt in der Schweiz verbringen wird, muss er einiges erledigen. Sein Programm scheint auf den ersten Blick aber nicht wahnsinnig gedrängt. Zwischen den offiziellen Terminen nutzen die Teilnemer des WEFs allerdings jede Minute, um zu networken. So wahrscheinlich auch Trump

So wird der offizielle Zeitplan des Präsidenten aussehen.

Donnerstag, 25.2.2018

  • 11:30 Uhr: Trump landet in Davos
  • 14:20 Uhr: Fahrt zum Kongresszentrum
  • 14:45 Uhr: Gespräch mit Theresa May
  • 15:45 Uhr: Gespräch mit Benjamin Netanjahu
  • 19:40 Uhr:  WEF-Dinner

Freitag, 26. Februar 2018

  • 9:50 Uhr: Fahrt in Richtung Kongresszentrum
  • 10:15 Uhr: Gespräch mit Paul Kagame
  • 11:20 Uhr: Gespräch mit Alain Berset
  • 14:00 Uhr: Trump hält Abschlussrede am WEF
  • 15:35: Abflug Richtung Flughafen Zürich
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