Drei Monate nach den Terroranschlägen Eagles of Death Metal und ihr emotionaler Auftritt in Paris

Das Konzert der Eagles of Death Metal am 13. November in Paris wurde jäh beendet. Terroristen stürmten den Konzertsaal und töteten 90 Menschen. Jetzt kehrte die US-Band zurück, um «Platz für bessere Sachen schaffen zu können».
Eagles of Death Metal vor Konzert Zürich Paris nach Terroranschlag
© Getty Images

Auch Eagles of Death Metal hatte bei dem Terroranschlag ein Crewmitglied verloren.

Den Eagles of Death Metal war es ein ganz besonderes Anliegen, nach Paris zurückzukehren. An den Ort der Tragödie, wo am 13. November unschuldige Menschen durch Terroristen ihr Leben verloren. Am Dienstag traten sie im Konzertsaal «Olympia» auf - das «Bataclan», wo sie vor drei Monaten auf der Bühne standen, ist nach der Attacke noch immer geschlossen.

Zuvor sagte Frontmann Jesse Hughes, 43, dem französischen TV-Sender iTélé: «Ich möchte einfach versuchen, das Set zu beenden, sodass alle einen Teil dieses schlimmen Zeugs hinter sich lassen und hier mehr Platz für bessere Sachen schaffen können.»

Die Eagles of Death Metal hatten alle Besucher des blutig geendeten «Bataclan»-Konzerts zu ihrem neuen Auftritt eingeladen. Er stand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen: Das Trottoir vor dem «Olympia» war komplett abgesperrt, Polizisten und private Sicherheitsleute kontrollierten die Besucher mehrfach, unter anderem mit Metalldetektoren. Unter den Gästen waren auch Überlebende. Für sie und Angehörige der Opfer standen psychologische Betreuer bereit.

Am 23. Februar gastiert die kalifornische Band in Zürich. Ende Oktober steht ein Konzert in Luzern auf dem Programm. Wenn im Dezember das «Bataclan» renoviert und wieder eröffnet werden kann, dann will Hughes mit seinen Jungs der erste sein, der dort auf der Bühne steht. Denn: «Ich liebe diesen Club.»

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