Nach dem Eklat kommt das Aus Den deutschen Musikpreis «Echo» gibts nicht mehr

Nach dem Eklat um die Vergabe des deutschen Musikpreises an die Rapper Farid Bang und Kollegah, teilt der Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie nun mit, dass es den «Echo» nicht mehr geben wird. 
Farid Bang Kollegah Echo 2018
© Getty Images

Farid Bang und Kollegah haben 2018 den deutschen Musikpreis «Echo» gewonnen. Das trotz Antisemitismus-Vorwürfen.

Wie der Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie am Mittwoch auf seiner Website mitteilte, wurde das Aus in einer ausserordentlichen Sitzung beschlossen. «Den ‹Echo wird es nicht mehr geben.» Man wolle keinesfalls, dass dieser Musikpreis als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen werde.

Das um den diesjährigen «Echo» herum Geschehene, wofür der Vorstand sich entschuldigt habe, könne zwar nicht mehr rückgängig gemacht werden. Man werde aber dafür sorgen, dass sich ein solcher Fehler in Zukunft nicht wiederhole. Die Marke «Echo» sei so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei.

Der «Echo» sei viele Jahre ein grossartiger Preis und zugleich zentrales Branchenevent mit vielen bewegenden Momenten und herausragenden Künstlerinnen und Künstlern gewesen. Auch stehe für den Vorstand ausser Frage, dass Deutschland als drittgrösster Musikmarkt der Welt weiterhin Musikpreise braucht.

Beim diesjährigen «Echo» wurden die Rapper Farid Bang, 31, und Kollegah, 33, mit einem Preis ausgezeichnet. Das sorgte für so grosse Kritik, dass Künstler wie Helene Fischer, 33, und Marius Müller-Westernhagen, 69, die Organisation scharf kritisierten und zum Teil sogar ihre Trophäen zurückgaben

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