Bushido Er will sich Heinos Bambi ersteigern

Für seine Auszeichnung mit dem Bambi-Integrationspreis erntete Rüppel-Rapper Bushido massive Kritik. Aus Protest gab Volksmusik-Star Heino gar seinen Bambi zur Versteigerung frei. Prominentester Mitbieter: sein Widersacher Bushido.
Kann den Wirbel um seine Auszeichnung nicht verstehen: Rapper Bushido bezeichnet die Gäste der Bambi-Verleihung als «die grössten Heuchler».
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Kann den Wirbel um seine Auszeichnung nicht verstehen: Rapper Bushido bezeichnet die Gäste der Bambi-Verleihung als «die grössten Heuchler».

Das dürfte Heino, 73, sauer aufstossen: Ausgerechnet Bushido, 33, hat es auf sein goldenes Reh abgesehen. «Ich hoffe, dass ich seinen Bambi ersteigern kann», sagt der Rapper in einem Interview mit «Blick». «Ich biete nämlich mit.»

Dabei war der Skandal-Rapper der Grund, warum Heino seinen Preis überhaupt zurückgegeben hatte. Der Volksmusiker war «zutiefst empört» darüber, «dass man einem gewalttätigen Kriminellen wie Bushido den Bambi verleiht». «Mit diesem Mann möchte ich nicht auf eine Stufe gestellt werden», sagte er damals. Seine eigene Bambi-Auszeichnung, die ihm 1990 verliehen wurde, wird deshalb nun versteigert. Auch andere deutsche Stars äusserten massive Kritik an Bushidos Integrationspreis.

Der Angegriffene selbst kann den Wirbel nicht nachvollziehen. Er verstehe zwar den Unmut. «Aber die Intensität war heftig und nervte». Er sei überrascht gewesen, dass sich «jeder Idiot» in die Diskussion eingemischt habe. «Gerade im Saal während der Verleihung». Aber das seien «ohnehin die grössten Heuchler». Plötzlich hätten alle eine Moral. Doch sobald die Kameras ausgeschaltet seien, sei diese auch gleich wieder verflogen. «Voll affig!», findet er das.

Und er stellt klar: Auch er kenne Grenzen bei seinen Songtexten. Jeden dürfe man nicht beleidigen. «Daum habe ich nicht all meine Texte veröffentlicht.» Die «richtig krassen» lägen bei ihm in der Schublade - «und bleiben auch dort».

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