Mel Gibson Erneuter Rundumschlag - die Chronologie seiner Ausraster

Zum wiederholten Male soll der Schauspieler ausgetickt sein. Öffentlich kritisiert nun ein renomierter Drehbuchautor Mel Gibsons Verhalten. SI online hat alle Entgleisungen zusammengetragen.

Einst war er ein gefragter Star in Hollywood und wurde von den Kritikern für seine Darstellungen bejubelt. Doch seit einigen Jahren macht Mel Gibson, 56, nur noch mit seinem unmöglichen Verhalten Schlagzeilen.

Anfang April 2012 wandte sich der Drehbuchautor Joe Eszterhas, 67, in einem neunseitigen Brief an Gibson. Der Brief wurde nun auf der Website TheWrap.com veröffentlicht. Im Schreiben wirft Eszterhas Gibson vor, ein Juden-Hasser und Rassist zu sein. In den Gesprächen leugnete der Schauspieler offenbar auch den Holocaust. Eszterhas zufolge habe Gibson auch davon gesprochen, seine Ex-Freundin Oksana Grigorieva, 42, umzubringen: «Ich werde sie töten. Ich werde sie töten lassen», zitiert Eszterhas den Schauspieler. Auch über die Ermordung John Lennons habe sich Gibson ausgelassen: Er sei froh, ist der Ex-Beatles-Sänger tot. «Er hat es verdient, dass er erschossen worden ist. Hört euch seine Songs an. ‹Imagine› - ich hasse dieses Scheiss-Lied!»

Die Antwort von Mel Gibson liess nicht lange auf sich warten. Zwar entschuldigte er sich bei Eszterhas, teilte aber auch mächtig aus: «Die Vorwürfe, ich sei ein Antisemit, sind eine blosse Erfindung. Ich habe während unserer Besprechung vielleicht etwas überreagiert, aber ich habe dir sofort eine schriftliche Entschuldigung geschickt. Hiermit möchte ich mich noch einmal bei dir und deiner Familie entschuldigen.» Der Schauspieler liefert auch gleich eine Erklärung für die Anschuldigungen seines ehemaligen Kollegen. Eszterhas sei enttäuscht, weil Gibson und «Warner Brothers» sein Drehbuch zum Film «Maccabees» abgelehnt hätten. «Das Skript wurde nicht nur später als versprochen abgeliefert, ‹Warner Brothers› und ich waren auch äusserst enttäuscht von deinem Entwurf.» Er habe noch nie so etwas «Minderwertiges» gesehen, schreibt Gibson im Brief an Eszterhas, der mit «Basic Instinct» und «Showgirls» Erfolge feierte.

Mit seinen Vorwürfen ist Eszterhas nicht alleine. Im Frühjahr 2010 stand Mel Gibson im Kreuzfeuer der Kritik, weil er seine Ex-Freundin Oksana Grigorieva bedroht hat.  Diese liess Tonbandmitschnitte ihrer Telefonate veröffentlichen. Darauf war zu hören, wie Gibson sie als «Nutte», «minderbemittelte Idiotin» oder «Hure» bezeichnete. Er nannte sie «rolliges Schwein» - wegen ihres freizügigen Kleiderstils. In einer anderen Aufzeichnung brüllte Gibson: «Ich werde dein verdammtes Haus niederbrennen, aber erst nachdem du mir einen geblasen hast.» Die Beziehung zu Oksana, einer russischen Pianistin und Sängerin, hielt ein Jahr und endete 2010 in einem Sorgerechtsstreit um die gemeinsame Tochter Lucia.

Im selben Jahr rastete Gibson während eines Interviews aus und nannte sein Gegenüber Dean Richardson «Arschloch». Später behauptete Gibson, dass das Schimpfwort seinem Presseagenten gegolten habe, weil dieser im Hintergrund Grimassen geschnitten habe.

2006 wurde der Schauspieler bei einer Alkoholkontrolle gegenüber den Polizisten ausfällig. Gibson beschimpfte sie als «Drecksjuden». Zwei Jahre zuvor sorgte er erstmals für Ärger. Sein Film «Die Passion Christi» sei antisemitisch, weil er die Juden «eindeutig als die Verantwortlichen für den Tod Jesu darstelle», meinten verschiedene jüdische Organisationen in Amerika.

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