ESC-Finale in Wien Der schwedische Sonnyboy holt sich den Sieg

Er ging als heissester ESC-Teilnehmer ins Rennen und überzeugte am Ende auch musikalisch: Måns Zelmerlöw ist der Gewinner des Eurovison Song Contest. Die Schweiz darf ebenfalls ein bisschen jubeln.

Am Sonntagmorgen, 00.43 Uhr, stand in der Wiener Stadthalle fest: Schweden konnte punktemässig nicht mehr geschlagen werden. Måns Zelmerlöw brauchte noch ein paar Sekunden, um zu realisieren: Er gewinnt die 60. Ausgabe des Eurovision Song Contest! Dann gabs kein Halten mehr für den 28-Jährigen.

Der Musicaldarsteller ging als grosser Favorit ins Rennen. Und als heissester Kandidat des diesjährigen ESC. Mit seinen Schmacht-Augen und seinem Enrique-Iglesias-Lächeln verdrehte er der Damenwelt schon im Vorfeld den Kopf. Dabei hatte er einst grosse Mühe, Anerkennung zu finden. Sein Sieger-Song «Heroes» handelt von der Zeit, als er noch ein Kind war. «Ich hatte Schwierigkeiten, Freunde zu finden. Doch es gab da einen grossen Jungen, der mich unterstützte», erzählt Zelmerlöw auf Eurovision.tv. Jetzt ist der Sänger selbst offiziell ein Held.

Die Schweiz darf sich ebenfalls freuen. Die Baslerin Debrah Scarlett, 21, schaffte es zusammen mit Mørland auf Platz 8 - allerdings für Norwegen. Die Schweizer Vertreterin Mélanie René, 24, schied schon im Halbfinale aus. Gerade mal vier Punkte erhielt die Genferin für ihren Titel «Time To Shine».

27 Teilnehmer - so viele wie noch nie - kämpften am Samstagabend vor einem Millionenpublikum um den ESC-Sieg. 40 Nationen durften abstimmen. Nach Schweden auf dem ersten schaffte es Russland auf den zweiten Platz. Italien wurde Dritter. Jubiläumsgast Australien kam immerhin in die Top 10. Deutschland und Österreich hingegen waren die grossen Verlierer: Für beide Nationen gabs «Zero Points».

Im vergangenen Jahr noch gewann Conchita Wurst, 26, für Österreich und brachte die Veranstaltung nach Wien. Der ESC 2016 wird wahrscheinlich in Stockholm ausgetragen.

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