«GNTM» Expertin über Jacqui: «Heidi hat sich verkalkuliert»

War es ihr energisches «ich will», dass Jacqueline den letzten Platz in der Top 10 eingebracht hat oder ist es die Tatsache, dass Heidi Klum mit der 17-jährigen «Germany's next Topmodel»-Kandidatin auf Biegen und Brechen einen neuen Trend setzen will? Die Pastorentochter aus Hamburg blieb der Sendung nämlich bis jetzt hartnäckig erhalten - unverständlich, wie Modelmanagerin Zineta Blank findet.

Sie macht auf dem Laufsteg keine gute Figur, hinkt modisch hinterher und hat noch keinen einzigen Job an Land gezogen - dennoch hat es die Hamburgerin Jacqueline Thiessen, 17, vergangene Woche in die Top 10 von «Germany's next Topmodel» geschafft. Wenn auch knapp, wie Heidi Klum betonte. Doch irgendwie scheint es, als stecke hinter der Entscheidung für Jacqueline (und gegen Veronika) mehr. Schliesslich hat Heidi Klum, 39, einen Narren an der die Pastorentochter gefressen und sie von Beginn der achten Staffel zu ihrem «Projekt» erkoren. «Ich fand ihre Geschichte einfach sensationell und wollte sehen, was man so aus ihr machen kann», sagte Klum damals. 

Das ist auch in Jacquelines Sinne, denn die 17-Jährige wünscht sich nichts sehnlicher, als Model zu werden. Falls dies nicht klappten sollte, kann sie sich noch immer einer Pastorenkarriere widmen. Die kommt unmittelbar nach dem Traum, den Laufsteg zu erobern. Und genau dafür legt sie sich ganz schön ins Zeug: Im Keller ihrer Familie hat sie einen Übungslaufsteg, die Kritik der Jury schreibt sie in ihr Tagebuch (und hinter die Ohren) und sie kann blitzartig die Namen der Fotografen nennen, mit denen sie schon zusammengearbeitet hat. Alles in allem also ist sie ein rotes Tuch für viele ihrer Mitstreiterinnen - sowie für die Zuschauer. Diese Antipathie ist der gläubigen Kandidatin nicht fremd, schon in der Schule wurde sie von ihren Mitschülern gemobbt. 

Dennoch: Ihre Chancen waren bislang vielversprechend, auch wenn die Schelte von Model-Mama Klum - weil sie sich für ein Shooting die Achseln nicht ordentlich rasiert hat - noch nachhallt. Warum aber sieht die Jurychefin derart grosses Potential in der Schülerin?

Unverständlich für Zineta Blank, die einen Erklärungsversuch startet. «Jacqueline ist für mich der verzweifelt gesuchte androgyne Typ. Sie hat aber keinerlei Ausstrahlung und Präsenz. Sie wird nie ein richtiges Model werden», weiss die Inhaberin der Model-Agentur Visage. «Heidi hat sich schlicht verkalkuliert. Sie wollte den Effekt erreichen, das Entlein in einen Schwan zu verwandeln und dachte wohl, sie hätte einen ganz besonderen Typ entdeckt. Das beweist mir, dass Heidi kein Feeling und mangelnde Erfahrung betreffend Model-Trends hat.» Ein Model müsse seinen eigenen Stil haben, sich gut bewegen können und über Wandelbarkeit verfügen. Drei Kriterien, die Jacqueline nicht erfüllt. «Eine gute Fashion Crew, der Fotograf und der Make-Up-Artist können Wunder vollbringen und ein Mädchen perfekt inszenieren. Dann reicht es, wenn es Modelmasse hat. Aber die Castings, die können sie ihm nicht abnehmen.»

Wird sich Heidi ihres Fehlgriffs langsam bewusst oder kann sich Jacqueline erneut einen Platz in der nächsten Runde sichern? Sehen Sie es am Donnerstag, 18. April, um 20.15 Uhr auf ProSieben.

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