Bruni vs. Trierweiler Frankreich: Wer ist die bessere First Lady?

François Hollande liegt nach dem ersten Wahlgang vor Nicolas Sarkozy. Während des Hahnenkampfs um Frankreichs Präsidentschaft widmet sich SI online den beiden wahren Machtzentralen: Carla Bruni und Valerie Trierweiler. Die Partnerinnen spielen - nicht nur im Hintergrund - eine wichtige Rolle. Die Nase vorn hat auch hier Team Hollande-Trierweiler.

Ist bald Umzugstag im Elysée-Palast? Nicolas Sarkozy, 57, und Carla Bruni, 44, müssen um ihr nobles Zuhause bangen. Der amtierende französische Staatspräsident ist drauf und dran, seinen Thron an den Sozialisten François Hollande, 57, zu verlieren. Nach dem ersten Wahlgang am Wochenende steht es im Duell Hollande-Sarkozy 1:0. Sarkozy plant nun im Fernsehen ein letztes Aufbäumen vor seinem Volk. Am 6. Mai fällt die Entscheidung.

Im Pokerspiel um die Macht sitzen auch zwei Damen: Carla Bruni und Valerie Trierweiler, 47, die Partnerinnen von Sarkozy und Hollande. Wer bewohnt künftig die edlen Gemächer einer Première Dame? Folgt auf den Popstar Bruni die Politjournalistin Trierweiler? Stiehlt die Zurückhaltende dem Sexsymbol die Show? Ein Vergleich auf Augenhöhe.

LOOK
Carla Brunis Markenzeichen: flache Schuhe. Sie trägt höchstens mal Pfennigabsätze. Kein Wunder: Mit ihrer Körpergrösse von 178 Zentimeter überragt sie ihren Gatten um 13 Zentimeter. Zu Staatsempfängen wählt sie entweder Etuikleid oder Hosenanzug. Weniger hochgeschlossen gibt sich
Valerie Trierweiler: Bluse und Trenchcoat trägt sie gerne aufgeknöpft. Während Bruni ihr Haar meist streng frisiert ist, fallen ihre weichen Wellen auf die Schultern. Valerie Trierweiler hat nie gemodelt. Und scheint mit dem Altern ganz offensichtlich besser zurechtzukommen.
Fazit:
Im Duell um Weiblichkeit und Natürlichkeit stehts 1:0 für Trierweiler.

KARRIERE
Carla Bruni gehörte bis 1998 zu den bestbezahlten Models der Welt. 2002 sang sie sich mit ihrem Album «Quelqu'un m'a dit» auf Platz 1 der französischen Charts.
Valerie Trierweiler studierte Geschichte und Politwissenschaften an der Sorbonne. 1989 begann sie beim Magazin «Paris Match» als Reporterin. Seit 2005 moderiert sie Polit-Talkshows im TV.
Fazit: Das Rennen um die starke Frau hinter dem mächtigen Mann gewinnt Valerie Trierweiler. 2:0!

MACHTGELÜSTE
Carla Bruni sagte einst: «Ich will einen Mann, der über die Atombombe bestimmt.» Seit diesem Satz ist klar, auf was es Bruni nach Affären mit Mick Jagger, Eric Clapton und Kevin Costner abgesehen hat: Macht. 2007 sagte sie noch: «Monogamie langweilt mich unheimlich.» 2008 hat sie mächtigsten Mann Frankreichs geheiratet.
Valerie Trierweiler hingegen sagt: «Macht hat mich noch nie beeindruckt.» Will man dies einer Politjournalistin abnehmen? Jemandem, der seit über zwanzig Jahren die Mächtigsten interviewt? Über den Job als First Lady sagt sie: «Das ist etwas Schwindelerregendes... Ich denke lieber nicht darüber nach.»
Fazit: Nach dem Duell um die sympathischere First Lady stehts 3:0 für Trierweiler.

EITELKEIT
Carla Bruni: Première Dame, na und? Kurz nach der Hochzeit veröffentlicht Bruni ihr drittes Album mit dem Titel «Comme si de rien n'était» - «Als wäre nichts gewesen». Sie mag nicht im Schatten ihres Mannes stehen. Stiehlt ihm regelmässig die Show, geht oft lieber ein paar Zentimeter vor ihm als auf gleicher Höhe.
Ganz anders Valerie Trierweiler: Sie hat ins Kulurressort gewechselt, um ihrem Mann nicht in die Quere zu kommen. Von sich selbst sagt sie: Sie wolle François Hollande «begleiten, nicht politisch beraten». Das Rampenlicht sucht sie nicht. Als Hollande am Abend der entscheidenden Stichwahl erstmals Fotografen in die gemeinsame Wohnung im 15. Arrondissement einlässt, richtet sie es ein, auf keinem Foto zu erscheinen. Zu sehen gibt es nur Hollande, der mit einer kleinen Zahl Vertrauter auf das Ergebnis wartet.
Fazit: Das Duell der emanzipierteren Première Dame gewinnt Carla Bruni. Somit: 3:1.

LIEBESGESCHICHTEN
Carla Bruni machte nicht nur mit ihren prominenten Affären Schlagzeilen. Vor elf Jahren brachte sie Sohn Aurélien zur Welt. Dessen Vater: Der Sohn von Brunis Ex-Freund Jean-Paul Enthoven. Im Oktober 2011 wird Carla Bruni zum zweiten Mal Mutter: Sie macht Nicolas Sarkozy zum Vater der kleinen Giulia. Das Timing ist gut, um bei den Franzosen wieder etwas Sympathie zu bekommen.
Valerie Trierweiler: Verboten begann die Liaison zwischen ihr und François Hollande. Winter 2006: Hollande sollte als Parteivorsitzender seine Frau Ségolène Royal, Spitzenkandidatin fürs Staatspräsidium, unterstützen. Trierweiler ist beim Magazin «Paris Match» für die Sozialisten zuständig, verheiratet mit dem Textchef, dreifache Mutter. Royal bemerkt den Flirt zwischen ihrem Mann und der Journalistin. Ihre Anrufe, man solle «diese Reporterin» abziehen, sprechen sich auf der Redaktion schnell herum. Erst 2010 stehen Hollande und Trierweiler zu ihrer Beziehung. Er sagt: «Sie ist die Frau meines Lebens.»
Fazit: In der Liebe gibts keine Punkte: Deshalb bleibts beim 3:1 für Trierweiler.

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