Die Clooneys unterstützten Demo gegen lockeres Waffengesetz «Das Leben unserer Kinder hängt davon ab»

Schauspieler George Clooney und Ehefrau Amal machen sich stark gegen das lockere US-Waffenrecht. Sie unterstützten eine geplante Schülerdemonstration in Washington mit einer Spende von 500’000 Dollar.
George und Amal Clooney spenden eine halbe Million für «The March For Our Lives»
© Keystone

George und Amal Clooney sind inspiriert von den mutigen, jungen Aktivisten.

Das schreckliche Massaker in Parkland, Florida, am vergangenen Mittwoch hinterliess tiefe Wunden. Nicht nur die betroffene Schule, sondern auch Jugendliche aus ganz Amerika und Prominente wie die Clooneys stehen für die Verschärfung der US-Waffengesetze ein.

Der Täter Nikolas Cruz, 19, ist ein ehemaliger Schüler der Major Stoneman Douglas High School. Er tötete vergangenen Mittwoch mit einem Schnellfeuergewehr, das er legal erworben haben soll, 17 Menschen. 

March For Our Lives
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Schützt Kinder, nicht Waffen. 

«March For Our Lives»

Eine Gruppe überlebender Schüler organisiert mit den Lehrern und Eltern den «March For Our Lives», Marsch für unsere Leben. Die Demo soll am 24. März für die Sicherheit an Schulen und gegen Waffengewalt protestieren. Statt sinnlos auf eine Gesetzesänderung zu warten, wollen Schüler aus dem ganzen Land etwas dagegen tun. Sie wollen Geschichte schreiben und damit erreichen, dass der jüngste Amoklauf das letzte Schulmassaker Amerikas wird.

Nicht nur in Washington werden die Menschen marschieren. In mehr als 50 Grossstädten wie Los Angeles, Chicago und Miami sind Proteste geplant. Sogar in London und Liverpool sind Demos geplant.

Clooneys Inspiration

George, 56, und Amal Clooney, 40, fühlen sich von der Redegabe und dem Mut der überlebenden Jugendlichen, die zu Aktivisten wurden, inspiriert. «Unsere Familie wird am 24. März an der Seite dieser unglaublichen Generation von jungen Leuten aus dem ganzen Land vor Ort sein», lässt George mitteilen. Das Paar unterstützt die Demonstration im Namen ihrer acht Monate alten Zwillinge Ella und Alexander mit einer Spende von 500’000 Dollar. «Das Leben unserer Kinder hängt davon ab», fügt er hinzu.

 

Trump Statement zum Massaker in Parkland, Florida.
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Donald Trump äusserte ein paar Worte zum Schul-Massaker in Parkland, Florida.

Was Trump tut

Donald Trump, 71, hingegen zeigt sich zurückhaltend. Angesichts der zunehmenden Proteste ist er nun offen für eine begrenzte Änderung. Das Weisse Haus soll sich bereit erklärt haben, den Gesetzesentwurf zu unterstützen, der die Hintergrundüberprüfung bei Waffenverkäufen verbessern würde.

Das Thema beschäftigt die US-Bevölkerung immer wieder. Oft wischen Politiker es aber unter den Tisch, weil die Waffenlobby sie unterstützt. Das Argument: «Ein guter Mann mit einer Waffe kann einen bösen Mann mit einer Waffe stoppen.»

Zu den Protesten schweigt Donald Trump. Immerhin sackte der US-Präsident mehrere Millionen Dollar der Waffenlobby NRA ein und finanzierte sich so den Wahlkampf. Er schiebt den Amoklauf auf eine psychische Krankheit ab. Doch auch dieses Argument ist nicht stichhaltig. Der Kongress schaffte unter Trumps Präsidentschaft die von Barrack Obama, 56, gegründete Waffenregulierung ab. Somit können auch psychisch Kranke wieder im Besitz vom Waffen sein.

Diese Stars spendeten auch

Auch Oprah Winfrey, 64, teilte in einem Tweet mit, dass sie wie George und Amal 500’000 US Dollar für die Demonstration spenden werde.

Oprah Winfrey spendete für den March Of Our Lives
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Auch Oprah Winfrey spendete 500'000 Dollar. 

Die Filmproduzenten Jeffrey Katzenberg, 67, und Steven Spielberg, 71, spenden ebenfalls eine halbe Million Dollar an die Demo der jungen Aktivisten.

 

Emma Gonzalez March Of Our Lives
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Mit ihrer Rede wurde Emma Gonzalez zum Gesicht des Protests.

Emma Gonzalez for President 

Das Video der 18-jährigen Schülerin Emma Gonzalez geht gerade viral. Einige Tage nach dem Massaker an ihrer Schule hielt sie eine rührende und extrem starke Rede über die Waffengewalt Amerikas. Darin verurteilte sie Präsident Donald Trump und alle anderen Politiker, die Gelder von der Waffenlobby NRA annehmen. Durch ihre leidenschaftliche Rede wurde Gonzalez zum Gesicht des Protests.

Mit dem Teilen dieses Videos nutzen Promis wie Cara Delevingne, 25, ihre Reichweite über Social Media. Darunter schreiben die Leute: «Emma Gonzalez for President». Das Nachrichtenportal CNN postete das Video mit dem ganzen Transkript ihrer Rede.

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