Magersüchtig? TV-Frau Giuliana Rancic erklärt ihr Knochengerüst

Als Giuliana Rancic an der diesjährigen Golden-Globes-Verleihung über den Roten Teppich schritt, war vielen klar: Die Frau hat eine Essstörung. Es war nicht das erste Mal, dass sich die Italo-Amerikanerin Kritik wegen ihres Körpers Kritik anhören lassen musste. Jetzt erzählt sie, warum sie so ist, wie sie ist.

Giuliana Rancic, 40, nimmt kein Blatt vor dem Mund, wenn es darum geht, das Aussehen anderer zu kritisieren. Erst im Frühjahr löste die TV-Moderatorin im amerikanischen Fernsehen mit einem bissigen Kommentar gegen eine Sängerin einen Shitstorm gegen sich aus. Sie sagte in der Sendung «Fashion Police», die Dreadlocks von Zendaya würden vermutlich nach Marihuana riechen. Rancic musste sich Rassismus-Vorwürfe anhören lassen, schliesslich folgte eine Entschuldigung.

Dabei kennt die Italo-Amerikanerin nur zu gut, wie es ist, von Fremden kritisiert zu werden. Das war dieses Jahr so an der Verleihung der Golden Globes und der Grammys. Abgemagert, überdürr und knochig erschien an sie zu den Awards. Schnell machte das Gerücht die Runde, Rancic sei magersüchtig. Das «People»-Magazin zitiert nun aus ihrem neuen Buch, indem sie offen über ihre Krankheit spricht. Darin schreibt Rancic, dass sie an Skoliose litt, einer Erkrankung der Wirbelsäule, die unbehandelt zur dauerhaften Deformation des Körpers führe.

Mit 13 wurde Skoliose diagnostiziert. «Man kann das nicht einfach kaschieren. Jeden Tag, jede Minute und jede Sekunde wurde ich daran erinnert.» Aufgrund der Krümmung sei ihr Becken schräg. «Ich trug deshalb immer weite Kleider. Ich wurde schon mein ganzes Leben als hässlich bezeichnet.» Sie habe als Teenager bei Schönheitswahlen mitmachen wollen, nur um zu hören, dass sie jemand hübsch fände.

«Meine Schulterblätter stehen wegen der Skoliose so hervor. Selbst wenn ich 10 Kilo mehr wiegen würde, sähe das so aus.» Acht Jahre später legte sie sich schliesslich unters Messer. Ihre Wirbelsäule wurde begradigt.

Sie wisse, dass sie sehr dünn ist - doch wegen starker Medikamente, die sie seit ihrer Brustkrebserkrankung vor vier Jahren schlucken muss, sei es schwieriger, Gewicht zuzulegen. Doch Rancic kann dem Ganzen auch etwas Positives abgewinnen: So etwas mache sie nur noch stärker. «So schmerzhaft all das auch war, ich möchte die Zeit nicht zurückdrehen. Das macht mich zu dem, was ich heute bin.»

Stark musste Rancic zum Jahreswechsel sein: Bereits zum zweiten Mal erlitt eine Leihmutter von Rancic und ihrem Mann Bill, 43, eine Fehlgeburt. Der Vorfall passierte Ende 2014. Rancic könnte zwar selbst Kinder bekommen, doch eine Schwangerschaft wäre wegen der Krebs-Medikamente zu gefährlich für ein Ungeborenes. Vor der Krebstherapie hatte sich das Paar Eizellen entnehmen lassen - die jüngste Versuch, der gescheitert ist, war ihr letzter. Es war die letzte Eizelle. Inzwischen gehe es ihr besser, wie sie «People» erzählt. Sie und ihr Mann überlegen nun, ihrem Sohn mit einer Adoption ein Geschwisterchen zu schenken.

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