Peinliche Auftritte beim Haute-Couture-Walk So unterirdisch war «GNTM» noch nie, liebe Heidi!

Wenn sich SI-online-Redaktorin Maja Zivadinovic als grosser «Germany's Next Topmodel»-Fan nur noch über die nervigste Kandidatin aller Zeiten aufregen kann, läuft was schief. Was es auch noch nie gab: Nach sechs Folgen hat sie weder eine Favoritin, noch heult sie, wenn Määäädchen nach Hause geschickt werden.

Wir haben eine Transsexuelle, eine Oberzicke, eine Irre und viel Einheitsbrei. Eigentlich ist der Cast wie immer bei «Germany's Next Topmodel». Dieses Jahr aber ist der Wurm bei Heidi Klums, 45, Sendung mächtig drin. Ob es daran liegt, dass zum ersten Mal Gastjuroren auftreten, die kommen und dann gleich wieder gehen, statt den fixen Ex-Juroren Michael Michailsky, 52, und Thomas Hayo, 50, weiss ich nicht so genau.

Jobabsage trotz/wegen Busen-Gate!

Was ich aber weiss: Ich schlafe gestern Donnerstag bereits gegen 21 Uhr husch ein auf dem Sofa. Die sechste Folge der diesjährigen Staffel läuft gerade mal 45 Minuten auf Prosieben. Es geht um den ersten Job. Bei «About you». Die Mädchen kriegen weisse Kleider, die sie ansprayen und anmalen dürfen, um dann darin ihre Geschichten vorzutragen.

Die einzige Story hier aber, die mich perverserweise interessiert, ist die von Theresia, 26, die mit einem sehr viel älteren Mann zusammen ist. Theresia ist so ein bisschen die Klaudia mit K vom letzten Jahr. Hach, wie ich Klaudia mit K vermisse. Theresia jedenfalls kann den Kunden aber nicht von sich überzeugen.

Klaudia Giez alias Klaudia mit K «GNTM»-Kandidatin 2018 mit Freund Felipe Simon im Sihlcity in Zürich 2018
© Instagram/Klaulipe

Klaudia Giez war die Kult-«GNTM»-Kandidatin 2018.

Obwohl sich auch Vanessa, 21, mächtig ins Zeug legt und sich quasi oben ohne mit abgeklebten Nippeln zeigt (sorgt für Entsetzen!), kriegen die sehr schöne Sayana, 20, und Simone, 21, den Job. So weit, so langweilig.

Später hat dann Simi dennoch einen Heulkrampf. Statt für den Haute-Couture-Walk vor Gastjurorin Toni Garrn zu üben, skypt sie mit Mami und Papi. Und heult Rotz und Wasser. Sie hat Magenweh. Ausserdem hat die Gute hier wenig Freundinnen. Dabei war das Schicksal früher schon fies zu ihr. Sie musste mit dem Spitzensport aufhören. Wegen verletzten Beinen.

Terror-Joy zertrümmert den Spiegel

Für den einzigen «Aufreger» der Woche sorgt - logisch - Joy, 18. Das Terror-Küken unter den Määädchen ist nicht nur als Model eine massive Niete, die Teenagerin ist auch menschlich etwa auf dem Niveau einer 12-Jährigen. Während die Määädchen mal warten müssen, zertrümmert sie einen Spiegel. Mein guter Freund, ein Lehrer, sagt: «So was tun meine Zweitklässler, die für ein bisschen Aufmerksamkeit über Leichen gehen.» 

Es ist so lächerlich, dass ich mich nicht mal aufregen kann. Wobei, nicht ganz wahr: Ich rege mich über die ganze Sendung auf. So langweilig war das noch nie, liebe Heidi. Mit Verlaub: Aber was mir hier zur Prime Time gezeigt wird, ist eine Frechheit. Ich brauche eine Pause, schauen wir uns die sehr schöne Gastjurorin Toni an.

Toni Garnn hat nun die Aufgabe, den Mädchen das Präsentieren von Haute Couture beizubringen. Klappt bei Joy natürlich nicht. Und auch Justine, die jetzt zwar laut Profis eine meeega Frisur hat, scheitert, weil sie zu steif ist. Aber immerhin gibt ihr der neue Look viel neues Selbstwertgefühl. Das ist schön. Gähn.

Dann kommt es auch schon zum grossen Entscheidungswalk. «Auch schon» ist ironisch gemeint. Mein TV-Abend dauert gefühlt zehn Stunden.

Joy schmeisst mit Haute Couture um sich

Zurück bei Joy. Sie muss mit meiner Melissa, 23, aka Baby-Gaga laufen. Joy trägt ein rosa Kleid. Bevor sie raus muss, schmeisst sie das Jäckchen, das zum Kleid gehört und wahrscheinlich eine Viertelmillion kostet, rum. Warum sie das tut? Der Lehrer würde wieder auf ADHS setzen. Die Määädchen sind entrüstet. Ich finde dieses Gör auch sehr anstrengend.

Nur Toni und Heidi halten an Joy fest. Sie lassen sie eine Runde weiter. Nicht, weil sie wirklich Ambitionen hat. Joy soll Sie und mich unterhalten, werte Leserin, lieber Leser. Danke für nix, Prosieben!

Keine Träne vergossen

Nach Hause muss diese Woche Luna, 21. Während ich all die Jahre vorher schon nach der dritten Folge spätestens bei fast jedem Mädchen mitheulte, das raus war, könnte ich jetzt gerade nicht unberührter sein.

Liebe Heidi, hier muss ernsthaft mal was gehen. Und wenn du es nicht hinkriegst, dann come on, Baby-Gaga, gib dir mal ein bisschen Mühe und räum das Feld von hinten auf! Wer wie du aussieht, kann doch nicht so langweilig sein, wie du aktuell wirkst. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Danke und Prost auf bessere Zeiten!

Ihre Maja Zivadinovic

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