«GNTM» Zu abgemagert! Keine Chance bei Klum & Co.

Dünn gehört zum Business, nicht aber klapperdürr. Weil zwei der Kandidatinnen von «Germany's Next Topmodel» einen ungesunden Eindruck machen, werden sie von Heidi Klum zum Auftakt der neunten Staffel kurzerhand nach Hause geschickt.
Füllbild «GNTM»-Moderatorin Heidi Klum
© Getty Images

«Mir ist es wichtig, dass die Mädchen vor allem gesund sind und sich gut ernähren», sagte Heidi Klum einst auf das krankhafte Essverhalten vieler Models angesprochen. «Zu dünn hat bei uns keine Chance.» 

Die Hüftknochen spitz, die Arme ausgemergelt. Kein schöner Anblick, auch wenn das Gesicht eigentlich ein hübsches wäre. Doch selbst bei Heidi Klum, 40, hat der Magerwahn seine Grenzen. Deshalb schickt die Moderatorin von «Germany's Next Topmodel» in der ersten Sendung vom Donnerstag auch zwei Kandidatinnen wieder nach Hause. «Also, ich sage Nein. Für mich bist du superhübsch vom Gesicht, aber zu dünn», lautet ihr Urteil über eines der zerbrechlich wirkenden Mädchen. Und zu der anderen, einer Dunkelhaarigen, sagt sie: «Bei ihr mach ich mir Sorgen.» 

Dass sich junge Frauen für ihren Modeltraum derart runterhungern, findet Heidi Klum bedenklich. «Mir ist es wichtig, dass die Mädchen vor allem gesund sind und sich gut ernähren», sagte sie einst auf das krankhafte Essverhalten vieler Models angesprochen. «Zu dünn hat bei uns keine Chance.» 

Sagts und liefert mit der Sendung dennoch Size-Zero-Vorbilder. Denn: Junge Mädchen nehmen sich die Modelsuche stärker zu Herzen als wünschenswert. Das besagt die deutsche Studie «Castingshows und ihre Bedeutung für Kinder und Jugendliche». Darin beschreiben Teenager im Alter zwischen 9 und 14 Jahren ihre Gefühle gegenüber den Kandidatinnen von «GNTM». Und die schwanken zwischen Neid und Bewunderung. Zudem veranlasse die ProSieben-Castingsendung die Jugendliche dazu, weniger zu essen, mehr Sport zu treiben und ihrem Körper kritisch gegenüber zu stehen. «Bereits in der 5. Klasse formulieren die Mädchen den Wunsch, ähnliche Körper wie die der gezeigten Model zu haben», heisst es. Weiter gibt beispielsweise eine Elfjährige an, dass sie ihren Bauch und ihre Beine zu dicke finde, seitdem sie die Show mit Heidi Klum sehe - schliesslich müssten Topmodels ja schlank sein.

Doch das ganz Extreme - nämlich, dass die Kandidatinnen nur noch aus Haut und Knochen bestehen - hat dann glücklicherweise doch keine Chance, wie die Auftaktsendung beweist. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung also, Mädchen mit massivem Untergewicht abzulehnen? Denn auch Experten bestätigen das, was in der Studie durch die Aussagen der Jugendlichen bekräftigt wird: Genau solche Beispiele - wie die der beiden abgemagerten Kandidatinnen - können zu krankhaften Essverhalten führen.

«Germany's Next Topmodel» - ab Donnerstag, 6. Februar 2014, um 20.15 Uhr auf ProSieben.

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