Luisa Hartema «GNTM»-Siegerin jobbt nebenbei in Kaufhaus

Seit vier Monaten reist die Gewinnerin der diesjährigen «Germany's Next Topmodel»-Staffel von Stadt zu Stadt, steht vor der Kamera, läuft über Laufstege. Mit SI online hat Luisa Hartema Bilanz gezogen. Und darüber gesprochen, weshalb sie nebenbei als Gestalterin in einem Kaufhaus arbeitet.

Das Modelleben ist weitaus weniger glamourös, als manch einer denkt. Davon kann Luisa Hartema, 17, ein Lied singen. Am Mittwoch stand sie vor der Linse des Zürcher Fotografen Thomas Buchwalder - und der verlangte so einiges von dem Model: Ihr ganzer Oberkörper sollte eingegipst werden. Was als Spass begann, endete mit einer geröteten und mit Gipsüberresten übersäten Haut. Trotz einer fast einstündigen Abschrubb-Aktion. «Es hat sich gelohnt», sagt Luisa zu SI online. «Ich gefalle mir auf den Bildern.»

Luisas Karriere begann vor rund vier Monaten mit dem Sieg in der deutschen Castingshow «GNTM». Seither versucht die Ostfriesin im Modelgeschäft Fuss zu fassen. Ihr Alltag ist «komplett auf den Kopf» gestellt worden, überall wird sie auf der Strasse erkannt. «Meistens trauen sich die Leute aber erst mich anzusprechen, wenn jemand anderes den ersten Schritt gemacht hat», erzählt sie. Dann gebe es aber kein Halten mehr: «Die meist jungen Mädchen wollen Fotos machen und verlangen Autogramme ich auf ihren Tops, Rucksäcken, Taschen, Armen.»

Ein spezielles Highlight gibt es bisher nicht für Luisa, «alles was ich bisher machen durfte, überwältigt mich». Deshalb fällt es ihr auch nicht allzu schwer, über die Schattenseiten ihres neuen Lebens hinwegzusehen. Die Städte, die sie bereist, kann sie sich kaum anschauen. Und dann sind da noch die negativen Kommentare auf ihrer Facebook-Fanseite: «Ich muss mich jeweils zurückhalten. Am liebsten würde ich solche Posts einfach löschen», sagt sie und gibt zu: «Negative Reaktionen machen mich wütend.» 

Wann immer es ihre Agenda zulässt, kehrt sie nach Ostfriesland ins Haus ihrer Eltern zurück. «Dort arbeite ich jeweils als Dekorateurin in einem Kaufhaus», erzählt sie. Dieser Job sei eine schöne Abwechslung, «und so hänge ich nicht zu Hause rum, ohne etwas zu machen». Da erstaunt es auch kaum, dass sie «etwas Kreatives» machen möchte, sollte es mit dem Modeln nicht klappen.

Nun will sich Luisa aber erst einmal auf ihre Karriere konzentrieren. «Ich würde gerne ins Ausland gehen: nach Paris und Mailand», sagt sie. Einen ersten Schritt in die richtige Richtung hat sie bereits gemacht: Am Freitagabend läuft Luisa an der Mode Suisse in Zürich über den Laufsteg und präsentiert die Kleider von Schweizer Designern.

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