Golden Globes 2014 Strahlende Sieger und ein kleiner Eklat

Am Sonntagabend wurden in Los Angeles die begehrten Golden Globes verliehen. Stars wie Jennifer Lawrence, Matthew McConaughey und Leonardo DiCaprio durften sich über eine Auszeichnung freuen, während die deutsche Hollywood-Hoffnung Daniel Brühl leer ausging. Und eine Schauspielerin sorgte mit ihrer Rede für einen kleinen Fremdschäm-Moment.

Bereits zum 71. Mal fand am Sonntag, 12. Januar 2014, die grosse Preisverleihung der Golden Globes in Los Angeles statt. Zu den grossen Abräumern des Abends gehörte der Film «American Hustle». Gleich drei Preise konnte der Streifen abstauben: Als beste Kino-Komödie stehen die Chancen auf einen Oscar besonders gut. Zudem wurde Hauptdarstellerin Amy Adams, 39, einen Golden Globe für ihre Leistung überreicht, und Jennifer Lawrence, 23, erhielt die Trophäe für ihre Nebenrolle.

Für einen eher skurrilen Moment sorgte Schauspielerin Jacqueline Bisset. Die 69-Jährige wurde für ihre Nebenrolle in der  BBC-Serie «Dancing on the Edge» geehrt und dankte in ihrer Rede ihrer Mutter mit den Worten «Sie hat gesagt: Geh zur Hölle und komm nicht mehr zurück.» Bisset wirkte, als wäre sie nicht ganz bei sich, fiel immer wieder aus dem Konzept. Auch von der einsetzenden Musik liess sie sich nicht abhalten, sodass die Sendeleitung ihre Aussagen mit einem Piepton überblendete.

Ein weiteres Highlight des Abends war die Preisübergabe an Leonardo DiCaprio. Er durfte den Golden Globe als bester Schauspieler in einem Comedy-Film - in diesem Fall für «The Wolf of Wall Street» - entgegennehmen. Ist das das Ticket für seinen ersten Oscar? Der 39-Jährige hat trotz zahlreicher Nominierungen in der Vergangenheit noch nie den wichtigsten Preis in seinem Metier gewonnen.

Und der deutsche Überflieger Daniel Brühl? Der 35-Jährige war für den Film «Rush» als bester Nebendarsteller nominiert, musste den Preis aber Jared Leto, 42, für dessen Darstellung als transsexueller Aidskranker in «Dallas Buyers Club» überlassen.

Das beste Kino-Drama ist «12 Years a Slave», deswegen gilt das Sklaven-Drama gleichzeitig auch als heisser Oscar-Anwärter. Das dürfte Brad Pitt, 50, und Benedict Cumberbatch, 37, die beide im Streifen mitspielen, freuen. Ebenso feiern durfte die Crew der Erfolgsserie «Breaking Bad». Die Sendung wurde als «Beste Drama-Serie» ausgezeichnet, Bryan Cranston nahm zudem den Preis als «Bester Hauptdarsteller» entgegen.

DIE ÜBERSICHT ÜBER ALLE GEWINNER DER GOLDEN GLOBES 2014:

  • Bestes Kino-Drama: «12 Years a Slave»
  • Bester Schauspieler in einem Kino-Drama: Matthew McConaughey in «Dallas Buyers Club»
  • Beste Schauspielerin in einem Kino-Drama: Cate Blanchett in «Blue Jasmine»
  • Bester Comedy-Film: «American Hustle»
  • Bester Schauspieler in einem Comedy-Film: Leonardo DiCaprio in «The Wolf of Wall Street»
  • Beste TV-Comedy-Serie: «Brooklyn Nine-Nine»
  • Beste Regie: Alfonso Cuarón für «Gravity»
  • «Cecil B. DeMille Award»: Woody Allen für sein Lebenswerk
  • Beste Schauspielerin in einer TV-Comedy: Amy Poehler in «Parks and Recreation»
  • Bester Trickfilm: «Frozen» («Die Eiskönigin») von Disney
  • Bester Schauspieler in einer Miniserie/TV-Film: Michael Douglas in «Behind the Candelabra»
  • Bester nicht englischsprachiger Film: Paolo Sorrentinos «La Grande Bellezza» («The Great Beauty») aus Italien
  • Bester Schauspieler in einer TV-Comedy: Andy Samberg in «Brooklyn Nine-Nine»
  • Bestes Drehbuch: Spike Jonze für «Her»
  • Bester Nebendarsteller in einem Kino-Film: Jared Leto für «Dallas Buyer's Club»
  • Beste Schauspielerin in einem TV-Drama: Robin Wright in «House of Cards»
  • Beste Schauspielerin in einem Comedy-Film: Amy Adams in «American Hustle»
  • Bester Nebendarsteller in einer Miniserie/TV-Film: Jon Voight in «Ray Donovan»
  • Bestes Filmlied: U2 mit «Ordinary Love» aus «Mandela: Long Walk to Freedom»
  • Beste Kinomusik: Alex Ebert für «All is Lost»
  • Bestes TV-Drama: «Breaking Bad»
  • Bester Schauspieler in einem TV-Drama: Bryan Cranston in «Breaking Bad»
  • Beste Schauspielerin in einer Miniserie/TV-Film: Elisabeth Moss in «Top of the Lake»
  • Beste Mini-Serie/TV-Film: «Behind the Candelabra»
  • Beste Nebendarstellerin im TV: Jacqueline Bisset in der BBC-Serie «Dancing on the Edge»
  • Beste Nebendarstellerin im Kino: Jennifer Lawrence in «American Hustle»
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