Grammy 2014 Daft-Punk-Ohrwurm «Get Lucky» ist «Aufnahme des Jahres»

Sie gehörten mit sagenhaften fünf Preisen zu den Abräumern des Abends. Wer bei der Grammy-Verleihung am Sonntagabend in Los Angeles neben Daft Punkt noch zu den glücklichen Siegern gehörte? SI online fasst die Gewinner des wichtigsten Musikpreises zusammen und zeigt die Fotos der Gala.

Die französische Elektro-Formation Daft Punk ist die grosse Gewinnerin der diesjährigen Grammy-Verleihung. Das Duo räumte bei der Gala in der Nacht zum Montag in Los Angeles insgesamt fünf Preise ab. Darunter sind die Auszeichnungen in den zwei Königskategorien «Album des Jahres» und «Aufnahme des Jahres». Ausserdem gewannen die beiden Musiker, die auf der Bühne wie üblich in weissen Anzügen und mit Robotermasken auftraten, den Preis für die beste Duo-Performance, das beste Dance-Album und das am besten produzierte Album.

«Im Namen der Roboter möchte ich mich bedanken», sagte «Get Lucky»-Produzent Pharrell Williams auf der Bühne. «Ich wette, ganz Frankreich ist gerade total stolz auf diese Jungs.» Die Grammys, die in diesem Jahr zum 56. Mal vergeben wurden, gelten als wichtigste Musikpreise der Welt. Über die Gewinner in den insgesamt 82 Kategorien entscheiden Musikexperten aus der Branche.

ZWEITE ABRÄUMER
Ein weiteres Musik-Duo räumte ebenfalls ab: Die Rapper Macklemore & Ryan Lewis konnten vier Preise einheimsen, darunter den als «Beste Neue Künstler», der als einer der wichtigsten gilt. Ausserdem gewann das Duo den Preis für das beste Rap-Album «The Heist», für den besten Rap-Song «Thrift Shop» und für den besten Rap-Auftritt. Macklemore & Ryan Lewis feierten bei der Gala auch einen umjubelten Auftritt gemeinsam mit Pop-Diva Madonna und den Sängerinnen Mary Lambert und Queen Latifah. Während des Songs wurden vor laufenden Kameras bei einer Massenhochzeit 33 hetero- und homosexuelle Liebespaare getraut.

Auch die erst 17 Jahre alte neuseeländische Pop-Sängerin Lorde gehört zu den Gewinnern des Abends. Sie siegte mit ihrem Lied «Royals» in den Kategorien «Song des Jahres» und «Beste Pop-Solo-Performance». Ein Grammy ging auch nach Deutschland: Das NDR-Sinfonieorchester und der Dirigent Christoph Eschenbach gewannen in der Kategorie «Best Classical Compendium» mit der Einspielung «Hindemith: Violinkonzert - Symphonic Metamorphosis - Konzertmusik, Op. 50». Die anderen nominierten Deutschen gingen jedoch leer aus.

BEATLES-REVIVAL
Bei dem Gala-Spektakel traten zahlreiche Stars auf, darunter Katy Perry, Taylor Swift und Pink, die wie eine Zirkusakrobatin an von der Decke herabhängenden Seilen turnte. Der Star-Pianist Lang Lang spielte gemeinsam mit der Heavy-Metal-Band Metallica einen Song. Ringo Starr und Paul McCartney, die beiden noch lebenden Mitglieder der Beatles, standen für einen seltenen gemeinsamen Auftritt auf der Bühne - während Yoko Ono, die Witwe des 1980 ermordeten Beatles John Lennon, im Publikum tanzte.

Auch der Rapper Jay Z und seine Ehefrau, die Popdiva Beyoncé, taten sich für eine rare gemeinsame Performance zusammen. Jay Z gewann zudem einen Grammy für die beste Rap-Koproduktion - und versprach das goldene Grammophon in seiner Dankesrede seiner kleinen Tochter Blue Ivy. «Ich möchte Blue sagen: Schau mal, Daddy hat eine goldene Baby-Schnabeltasse für dich

DIE WICHTIGSTEN GEWINNER

  • Album des Jahres: «Random Access Memories» - Daft Punk
  • Aufname des Jahres: «Get Luck» - Daft Punk
  • Song des Jahres: «Royals» - Lorde
  • Bester Newcomer: Macklemore & Ryan Lewis
  • Beste Pop-Solo-Darbietung: «Royals» von Lorde
  • Bestes Pop-Duo: «Get Lucky» von Daft Punk ft. Pharell Williams
  • Bestes Alternativ-Album: «Unorthodox Jukebox» von Bruno Mars
  • Bestes Pop-Gesangsalbum: «To Be Loved» von Michael Bublé
  • Beste Rock-Darbietung: «Radioactive» von Imagine Dragons
  • Bester Rock-Song: «Cut Me Some Slack» von Paul McCartney, Dave Grohl, Krist Novoselic & Pat Smear
  • Bestes Rock-Album: «Celebration Day» von Led Zeppelin
  • Bestes Alternativ-Album: «Modern Vampires of the City» von Vampire Weekend
  • Beste R'n'B-Darbietung: «Something» von Snarky Puppy with Lalah Hathaway
  • Bestes R'n'B-Album: «Girl on Fire» von Alicia Keys
  • Bester R'n'B-Song: «Pusher Love Girl» von Justin Timberlake
  • Beste Rap-Darbietung: «Thrift Shop» von Macklemore & Ryan Lewis
  • Bester Rap-Song: «Thrift Shop» von Macklemore & Ryan Lewis feat. Wanz
  • Bestes Rap-Album: «The Heist» von Macklemore & Ryan Lewis
  • Beste Country-Solo-Darbietung: «Wagon Wheel» von Darius Rucker
  • Beste Country-Gruppen-Darbietung: «From This Valley» von The Civil Wars
  • Bestes Country-Album: «Same Tailer Different Park» von Kacey Musgraves
  • Bester Country-Song: «Merry Go 'Round» von Kacey Musgraves
     
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