Grosses Umstyling bei «GNTM» Schnipp Schnapp, Würde ab!

Bittere Tränen, hysterische Austicker und herbe Enttäuschungen: Das alljährliche «Germany's Next Topmodel»-Umstyling hat die Erwartungen der SI-online-Redaktorin Maja Zivadinovic mehr als nur erfüllt. 
Germanys next Topmodel Zoe Umstyling
© ProSieben/Martin Ehleben

Zoe unter Tränen. So viel sei schon verraten: Ihre Haare wurden nicht blau gefärbt.

Die krasseste News zuerst: Zoe macht in den ersten 14 Minuten kein Drama. Und Zoe ist wieder mit Victoria befreundet. Die zwei sind als beste Freundinnen ans «Germany's Next Topmodel»-Casting gekommen. Als sie es beide eine Runde weiter schafften, lagen sie sich in den Armen. Das, obwohl Zoe mit Victorias Freund schlief. So lernten sich die Girls überhaupt kennen. Beste «GNTM»-Sidestory 2018!

Pardon. Ich schweife ab. Aber diese Zoe- und Umstyling-Euphorie schafft mich. Es ist nämlich Donnerstag, 20:35 Uhr, ich schaue die vierte Folge der 13. Staffel «GNTM» mit der nervtötenden Heidi Klum, 44, dem divenhaften Michail Michailsky, 50, und dem Sex-Gott Thomas Hayo, 48. In den ersten Minuten ist schon viel passiert: Klaudia mit K und Monobraue hat Rotz und Wasser geheult. Dabei ist umsytlingtechnisch noch rein gar nichts passiert.

Umstyling Germanys next Topmodel Klaudia
© Instagram

Klaudia mit K weint bittere Tränen beim Umstyling von «Germany's Next Topmodel». 

Die erste Viertelstunde gehörte nämlich Heidi, die es schafft, in 8754 Sätzen nichts auf den Punkt zu bringen. Dabei will sie bloss sagen, dass die Stylisten top sind. Und dass man sich laaange überlegt habe, welcher Look am besten zu welchem Model passt. Same Bla Bla, different Year!

«Ey Leute, was macht ihr mit mir? Mann! Oh, Scheisse!»

Zoe muss als erste auf dem heissen Stuhl Platz nehmen. Sie hat keine Angst, ist nur ein bisschen nervös. Acht Minuten später: Zoe schmollt, ist wütend. Sie überlegt sich, die Übung abzubrechen und nach Hause zu fahren. Welcome back, da ist sie, die Zoe, die ich hassliebe.

Sally trifft es hart. Ihre langen Haare müssen einem sehr kurzen Bob mit Pony weichen. Sie erinnert mich an Mia Wallace aus «Pulp Fiction». Daumen hoch von mir, von Sally nicht. «Ich will nicht wie ein Junge aussehen!» Courage, Sally. Und Achtung: 2018 kurzhaarige Frauen Buben zu schimpfen, ist so gar nicht emanzipiert. Sally jedenfalls ist echt unglücklich. Beim skypen mit ihrem Freund bringt sie es auf den Punkt: «Ich sehe wie eine Japanesin aus.» Japanesin. Ich lache laut.

GNTM Sally
© Facebook/Germany's next Topmodel

«Möchte-nicht-gern» Japanesin Sally.

Derweil weint Monobrauen-Klaudia weiter. «Ey Leute, was macht ihr mit mir? Mann! Oh, Scheisse!» Ich frage mich gerade, wie die Gute reagiert, falls ihr das Leben wirklich einmal eine Hürde stellt. Und dann, alles gut. Klaudia muss nur zwei Zentimeter Spitzen lassen. Und sie hat eine neue Haarfarbe. Orange. Sieht okay aus. 

 

I love my new hair

Ein Beitrag geteilt von Germanys next Topmodel 2018 (@klaudiagiez) am

Mär 1, 2018 um 2:43 PST

Schlägt Zoe ganz L.A. kurz und klein?

Dann Drama! Bei Zoe. Ich muss die Amok-Kandidatin aber in Schutz nehmen: Ihr sehr wasserstoffblond-grauer Vokuhila ist misslungen. Der neue Look schmeichelt Zoe null. Bevor sie sich im Spiegel sieht, frage ich mich: Schlägt sie jetzt ganz L.A. kurz und klein? Reisst sie Heidi aus Rache jedes Haar einzeln aus? Zündet sie das Modelhaus an? Ich staune: Zoe findet den Look zwar auch Kacke, trägt die Misere aber mit erstaunlich viel Fassung. 

Zoe Germanys next Topmodel
© ProSieben/Martin Ehleben

Nicht nur Zoe muss bei dieser Frisur weinen.


Ach ja, wir sollten vielleicht husch über Sara Ganz, 23, unsere Schweizer Kandidatin und Lorenzo Leuteneggers Frau reden. Sie hat nur einen Pony bekommen. Sehe ich aus der Ferne. Gezeigt wird sie nicht. Sagen tut sie auch nichts. Das wars mit Sara für diese Woche. Sorry, Sara. Aber hey, kommt Zeit, kommt fame. Eventuell.

Sara Ganz und Lorenzo Leutenegger Germanys next Topmodel
© Instagram

Von Sara gibts diese Woche nichts zu sehen. Zeigen wir sie halt nochmals beim Nacktshooting.

Klaudia hat ein Schamhaar-Problem

Nächster Tag: Die Mädchen müssen zum Sedcard-Shooting antraben. Dabei tragen sie einen Body und strapsenähnliche Strümpfe. Die meisten sind not very amused. Ausser Sexbombe Gerda. Sie erinnern sich. Gerda könnte Gina-Zack-die-Bohne-Lisas kleine Schwester sein. Wird es nichts mit «GNTM», wirds was mit dem «Playboy». Gerda ist versorgt. Derweil ist Klaudia besorgt. Bevor sie den weissen Body anziehen kann, braucht sie einen Rasierer. Da unten wuchert es. Auf den Zehen hat sie auch Haare. Denen sie den Garaus macht. Was in einem blutigen Fauxpas endet.

Lassen Sie mich Tacheles reden: Klaudia nervt.

Das Sedcard-Shooting geht ohne viel Tohuwabohu über die Bühne. Nein, Sorry, etwas ist sehr überraschend: Zoe brilliert trotz Shit-Frisur von Anfang an. Das Bild ist top. Werbung. Mein Handy läuft heiss. Meine Kollegin Kathia schreibt mir per Whatsapp: «Ich fiir dä Prince vo Bel Air!» Kathias Worte gelten Toni, der beim Umstyling eine Grace-Jones-Frisur, oder wie Kathia so schön sagt, eine Prince-of-Bel-Air-Frisur verpasst wurde.

Ich fordere ein Umstyling für Heidi!

Da gibt es noch etwas, das ich nach dem Sedcard-Shooting loswerden will. Heidis Outfit, eine orange Hochwasser-Hose, schwarze Bleistiftheels und eine viel zu bunte XL-Bluse in Kombination mit ihren viel zu gestuften Haaren lässt nur einen logische Schlussfolgerung zu: Die einzige, die hier wirklich ein Umstyling nötig hat, ist la Heidi selber. 

Ah ja, Sally, Bruna und Abigail haben so nebenbei ein Fotoshooting für die «Instyle» gewonnen. Die Chefredaktorin hat die Girls heimlich ausgesucht. Ich mutiere langsam zum Sally-Fan. Und imfall nicht nur wegen des «Japanesin»-Gates. 

Ich gehe mal schreien - vor Wut!

Zum Schluss müssen die Mädchen im Be-Yourself-Walk überzeugen. Was so einen Walk von einem normalen unterscheidet? Keine Ahnung. Anyhow. Nach einer langatmigen Runde müssen Lis und Valerie ihre Koffer packen.

Und Trixie ist im Shootout gegen Caroline. MEINE Schiefzahn-Trixie. Macht mich wütender als es Zoe jemals war. Bevor ich jetzt deswegen mit Kraftausdrücken um mich schmeisse, die mein Boss sowieso wieder streicht, bevor Sie diesen Text überhaupt lesen können, verabschiede ich mich für diese Woche. Und gehe meinen Boxsack anschreien.

 

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