Echo der Schande Helene Fischer schweigt weiterhin hartnäckig

Echo-Rekordhalterin Helene Fischer äussert sich bisher nicht zur aktuellen Debatte um die Skandal-Rapper Farid Bang und Kollegah. Das sorgt für Unmut.  
Helene Fischer Echo 2015
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Mit insgesamt 17 Trophäen ist Helene Fischer Rekordhalterin beim Echo.

17 Trophäen hat Helene Fischer beim Echo, dem wichtigsten Deutschen Musikpreis, bereits abgeräumt. Die 33-Jährige ist damit Rekordhalterin und könnte in der aktuellen Debatte um die Verleihung des Echo an die Skandal-Rapper Farid Bang, 31, und Kollegah, 33, eine gewichtige Stimme sein. Doch der Schlagerstar schweigt weiterhin hartnäckig. Das stösst Musikmoderator Peter Illmann sauer auf. 

Helene soll Stellung beziehen

Erbost teilt der frühere «Formel Eins»-Moderator mit: «Ich fordere auch die jüngeren Künstler wie Helene Fischer oder Mark Forster auf, sich wie Maffay und Westernhagen von Texten, die Gewalt verherrlichen oder antisemitisch sind, zu distanzieren.» Auch auf diesen Aufruf reagierte Helene Fischer bis anhin nicht. Illmann rief ausserdem dazu auf, das umstrittene Album zu boykottieren. Er selbst hätten den Preis den beiden Rappern vor die Füsse geworfen, so der 59-Jährige. 

Echo 2018 Der Deutsche Musikpreis
© RTL / Andreas Friese

Stein des Anstosses: Die Rapper Farid Bang (r.) und Kollegah wurden mit einem Echo ausgezeichnet.

Erster Sponsor springt ab

Die Debatte bleibt nicht ohne Folgen für die Veranstalter: Ein erster Sponsor springt ab. Wie «Bild» berichtet, kündigte Safthersteller Voelkel gestern Mittwoch seinen Rückzug vom Musikpreis an. Der Sponsor begründete den Schritt mit der «beschämenden Verleihung». 

 

Veranstalter redet von «Fehler»

Am vergangenen Donnerstag waren Kollegah und Farid Bang für ihr Album «Jung, Brutal, Gutaussehend 3» mit einem Echo ausgezeichnet worden. Es enthält Textzeilen wie «Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen» und «Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow». Dass diese Musik beim Echo preiswürdig ist, hatte heftige Kritik und eine Antisemitismus-Debatte ausgelöst.

Galeri: Die Echo-Verleihung 2018

Der Veranstalter des Echo hat die Verleihung der Trophäe für das Album von Kollegah und Farid Bang als «Fehler» bezeichnet, wie «Welt» schreibt. Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Musikindustrie, Florian Drücke, schrieb einen Brief an die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch. «Wir entschuldigen uns ausdrücklich dafür – bei Ihnen und allen anderen Menschen, deren Gefühle wir verletzt haben.» Ausserdem soll das Konzept erneuert werden.

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