Tom Beck «Ich besitze Cumulus-Karte der Migros!»

In der Fernsehserie «Alarm für Cobra 11» springt er mit seinem Auto über brennende Lastwagen, privat lässt es Tom Beck eher ruhiger angehen. Demnächst erscheint sein zweites Album, das er am 22. September in Thun vorstellt. Mit SI online spricht das Multi-Talent über die Schweiz, sein Image als Beau und Frauen.

SI online: Tom Beck, demnächst geben Sie in Thun ein Konzert. Kennen Sie die Schweiz?

Tom Beck: Ja sicher. Ich war schon oft hier, weil ich vier Jahre lang in St. Gallen bei «Grease» und «Fame» mitgespielt habe. Ich besitze sogar eine Cumulus-Karte der Migros!

Worauf freuen Sie sich am meisten?
Nach meinem Auftritt werde ich sicher eine «Stange» trinken. Und dieses Gericht essen, das es in St. Gallen immer gab: Pommes mit Bratensauce und Käse überbacken. Das gibt es in Deutschland nicht, leider, denn ich finde es richtig geil.

Als Action-Schauspieler bei «Alarm für Cobra 11» kennt man Sie. Nicht aber als Sänger.
Das lässt sich ganz logisch erklären: «Alarm für Cobra 11» schauen sich jeden Donnerstag um die fünf Millionen Menschen an, die Folgen werden in 140 Ländern ausgestrahlt. Alleine deswegen kennt man mich primär als Schauspieler. Mit meiner Musik hat es auch gedauert. Im Umkreis von Bonn und Nürnberg habe ich mir zwar vor Jahren schon einen Namen gemacht, aber als Alleinunterhalter, der auf Hochzeiten gespielt hat. Mein Debütalbum habe ich erst 2011 veröffentlicht. Wenn man bei keinem grossen Label ist, dauert das halt eine gewisse Zeit… Auch wenn ich das bewusst so gemacht habe. Ich mache Musik bei meinem eigenen Label. So habe ich alles selbst in der Hand, kann künstlerisch meinen Weg gehen und bin nicht auf irgendeine Obrigkeit angewiesen.

Und neben dem Singen können Sie ihren anderen Talenten frönen: schauspielern, tanzen...
Ich bin schon ganz breit aufgestellt, das stimmt. Als Kind spielte ich Akkordeon, später Tasteninstrumente, Gitarre und Schlagzeug. Durch das Musicalstudium habe noch eine Allroundausbildung erhalten. Dennoch: Ich würde mich nicht als allzu grossen Tänzer bezeichnen, auch wenn ich in «Grease» getanzt habe und einmal John Travoltas Rolle übernahm.

Gibt es weitere Dinge, die sie nicht gut können?
Ich habe einen miserablen Orientierungssinn, was für Männer ja total untypisch ist. Ich verlaufe mich sogar in Parkhäusern und muss mein Auto suchen! Zudem bin ich extrem entscheidungsunfähig: Wenn ich shoppen gehe, brauche ich Stunden, bis ich eine Hose kaufe. Oft gehe ich auch ohne etwas nach Hause - weil ich mich einfach nicht entscheiden kann.

Da könnte Ihnen eine Frau bestimmt helfen. Für etliche sind sie ein Traummann. Wie lebt es sich mit dieser Rolle?
Das ist sicherlich angenehmer als andersrum! (lacht) Ich kriege das eigentlich gar nicht so mit, aber gehört habe ich das schon öfters. Es ist schön. Es schmeichelt mir. Und wie gesagt: Es ist auf alle Fälle angenehmer als wenn man als Steve Urkel der Männerwelt gilt.

Was muss eine Frau mitbringen, damit Sie Ihnen gefällt?
Natürlichkeit, Humor - und Orientierungssinn. Sonst finde ich mein Auto nie mehr. Heutzutage ist das eine schwierige Frage, weil die Ansprüche so wahnsinnig hoch sind. Früher waren die Rollen irgendwie klarer verteilt. Ich erwarte einfach von einer Frau, dass sie flexibel ist, da ich mich auf verschiedenen Terrains bewege. Sie soll schon eine Lady sein und High Heels tragen, wenn wir chic weggehen. Sie soll aber wiederum auch mit meinen Kumpels und den Bandjungs im Tourbus abhängen und ein Bier trinken können. Hauptsache, sie ist natürlich und braucht nicht 100 Schichten Make-up, damit sie aus dem Haus kann.

Das sind einige Ansprüche, die Sie haben. Erfüllt die zurzeit jemand?
Kein Kommentar.

Tom Beck - «Sexy»

Tom Beck - «Drive My Car»

Tom Beck - «The Longing»

Am Samstag, 22. September 2012, spielt Tom Beck in der Konzepthalle 6 in Thun. Tickets sind ab sofort auf auf Starticket.ch erhältlich. Am 5. Oktober 2012 erscheint sein zweites Album: «Americanized».

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