Menderes Bagci Interview:«DSDS ist wie mein Wohnzimmer»

Er kann es einfach nicht lassen: Auch in dieser Staffel von «Deutschland sucht den Superstar» singt Menderes Bagci, 27, wieder vor. SI online sprach mit ihm über seine Beweggründe, seine Ziele und sein Leben als TV-Star.

SI online: Menderes Bagci, zum neunten Mal treten Sie dieses Jahr vor Dieter Bohlen und seine «DSDS»-Jury. Weshalb tun Sie sich das an?
Menderes Bagci: Ich bin ehrgeizig und will endlich weiterkommen - bis in die Top-15-Show!

Glauben Sie denn, dass es dieses Jahr klappen könnte?
Das kann ich nicht sagen. Ich habe mich im Vergleich zum letzten Auftritt auf jeden Fall verbessert und an mir selbst gearbeitet.

Dennoch äusserte Dieter Bohlen bereits mehrmals den Wunsch, dass Sie nicht mehr zum Casting kommen.

Da sind Sie nicht ganz auf dem neusten Stand. 2007 wollte mir Dieter Bohlen den Recall-Zettel geben, wenn ich ihm versprechen konnte, dass ich nie mehr singen werde. Das Versprechen hielt ich natürlich nicht ein. Ein Jahr danach gab er mir ein Auftrittsverbot, das Herr Bohlen im gleichen Jahr wieder aufhob. Die letzten Jahre über hörte ich dann nicht mehr, dass ich nie mehr kommen darf.

Dennoch hält sich Herr Bohlens Begeisterung jeweils in Grenzen. Wie verkraften Sie seine Kritik?
Ach, das war doch immer einfach ein Jux von Dieter Bohlen. Grundsätzlich kritisiert er mich konstruktiv, wodurch ich auch weiterkomme. Meistens hat er ja schon recht...

Er sagt Ihnen praktisch jedes Mal, dass Sie nicht singen können!
Ja, das meint er aber nicht ganz so: Er glaubt einfach, dass ich mich weiter steigern kann.

Sie versuchten Ihr Glück einmal bei der ProSieben-Castingshow «Popstars», neun Mal waren Sie bereits bei «Deutschland sucht den Superstar». Weshalb singen Sie nicht einmal bei einem Schweizer Format vor?

«DSDS» ist halt wie mein Wohnzimmer, da fühle ich mich am wohlsten. Die Liveshows sind mein grosses Ziel, die Sendung hat mich geprägt. Weshalb sollte ich da fremdgehen? «Deutschland sucht den Superstar» machte mich zu dem, was ich bin. Natürlich habe ich mit meiner Person auch die Sendung geprägt.

Bezahlt Sie RTL dafür, dass Sie jedes Jahr wiederkommen?
Mit diesen Behauptungen werde ich in letzter Zeit öfters konfrontiert. Sie stimmen einfach nicht! Es ist mein Traum. Mein Ziel. Mein Anliegen. Ich möchte es bei «DSDS» schaffen!

Sie kamen zwar nie in die Liveshows, sind aber dennoch der Star der Sendung. Wie fühlt sich das an?
Ich würde nie selbst von mir behaupten, ich sei ein Star! Ich sehe mich eher als Kämpfer. Ich gebe nicht so schnell auf, auch wenn andere sagen, ich sollte mal damit aufhören. Wie sich ein Star-Leben anfühlt, kann ich Ihnen nicht sagen, da ich nicht weiss, was ein Star-Leben ist.

Sind Sie eine Rampensau?
Nein, ich bin eher der ruhige Typ: Ich lebe alleine, gehe selten auf Partys. Meinen Adrenalinkick hole ich mir beim Fahrradfahren. Die Leute glauben oft, dass ich voll der Freak sei. Oder sie denken, ich hätte mit vielen Frauen etwas. Das stimmt überhaupt nicht: Ich bin nach wie vor solo.

Wieso klappt es denn nicht mit den Frauen?
Ich habe überhaupt keine Ahnung! Lassen Sie uns doch eine Umfrage machen: «Warum interessiert sich kein Mädchen für Menderes?»...

Ich glaube Ihnen nicht, dass sich keine Frau für Sie interessiert.
Die Chemie stimmte bisher einfach nie. Man muss sich ja auch immer überlegen, ob man der Richtige ist für sie, ob man ihren Ansprüchen gerecht wird.

Wie stellen Sie sich Ihre Traumfrau vor?
Das kann ich nicht pauschalisieren: Auf jeden Fall sollte sie nett sein und einen guten Charakter und gute Ausstrahlung haben. Und: Sie darf nicht zu frech sein!

Menderes' Auftritt zeigt RTL am Mittwoch, 25. Januar 2012, um 20.15 Uhr.

Alles zu «Deutschland sucht den Superstar» finden Sie im Dossier von SI online.

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