Seine Frauen, seine Jobs und sein Talent Die Welt von Malle-Jens aus «Goodbye Deutschland»

Er ist der grosse Star bei der Auswanderer-Sendung «Goodbye Deutschland»: Jens Büchner alias Malle-Jens. 2010 ist er nach Mallorca ausgewandert und versucht dort seither sein Glück. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. 

Eines muss man Jens Büchner lassen. Er ist ein Stehaufmännchen. So oft er schon gescheitert ist, genauso oft hat er sich wieder aufgerappelt. Privat wie beruflich. Vom Heizungsmonteur über den Bar-Besitzer bis hin zum Gastgeber einer Fan-Finca hat er schon alles probiert. Und auch in Liebesdingen hat der 46-Jährige in den knapp sechs Jahren auf Mallorca viel erlebt - zwei geplatzte Verlobungen, einen Rosenkrieg und nun sind Zwillinge unterwegs.

Büchner und die Frauen

Jens Büchner packte 2010 mit Jenny und dem gemeinsamen Sohn Leon seine Koffer, verliess die Heimat Sachsen und zog auf Mallorca. Drei Jahre ging alles mehr oder weniger gut, sie verlobten sich sogar, doch dann folgte die Trennung. Geldprobleme und der Alltags-Trott machten dem Paar einen Strich durch die Rechnung. Das Liebes-Aus ging nicht ohne Rosenkrieg vonstatten. Jenny warf Jens vor, seinen väterlichen Pflichten nicht nachzukommen, und wünscht sich bis heute, dass er sich mehr um seinen Sohn kümmert. Sie hat das alleinige Sorgerecht.

Lange verabschiedete sich Büchner nicht von den Frauen. Auf die Frage, wie viele er denn schon gehabt habe, soll er gesagt haben: «Das kann ich nicht beantworten. Ich bin schon noch im zweistelligen Bereich.» Nach Jenny versuchte er also mit Nadine und Sarah das Glück. Er träumte bei beiden von der grossen Liebe, verlobte sich gar mit Nadine, doch lange währten beide Beziehungen nicht.

Bis er letzten Sommer schliesslich Danni während eines Auftritts in Deutschland kennenlernte. «Das ist die Frau, mit der ich mir alles vorstellen kann», so der Auswanderer jüngst in «Goodbye Deutschland» - ein Satz, den er auch schon über seine Verflossenen sagte. Sie sei die beste Mutter, die es gebe. «Auch wenn wir mal selbst ein Kind haben sollten.» Büchner sollte recht behalten. Danni ist schwanger - von Zwillingen. Der Nachwuchs kommt im Sommer zur Welt - und Büchner ist glücklicher denn je. 

Büchner und seine Geschäftsideen

Büchner hat auf Mallorca so gut wie alles schon ausprobiert. Als er und seine Ex Jenny auf die Lieblingsinsel der Deutschen kamen, eröffneten sie eine Mode-Boutique. Doch als die Beziehung in die Brüche ging, musste er sich einen neuen Job suchen. Er arbeitete als Heizungsmonteur - aber nur mit mässig Erfolg. Er modelte für eine Badehosenmarke namens «Moses». Er leitete die Bar «Der zwölfte Mann», aber auch das ging nicht lange gut. Und er stand auch mal im «König von Mallorca», dem Kultbistro von Jürgen Drews, am Spülbecken und hat Teller gewaschen.

Sein jüngster Streich ist die Idee einer Fan-Finca. Das Konzept: Für 250 Euro verbringt man eine Nacht im selben Haus wie Büchner. Er kocht, bereitet das Frühstück vor und sorgt für das Unterhaltungsprogramm. Seine ersten Gäste durfte der Auswanderer schon bewirten. Nach Anlaufschwierigkeiten und einer Autopanne war seine Premiere sogar geglückt und die Gäste zufrieden. Doch da jetzt Danni auf Mallorca wohnt - und mit ihr ihre drei Kinder aus einer früheren Ehe - gibt es keinen Platz mehr in der Finca. 

Nun schwebt ihm schon ein Finca-Hotel «mit 15 Zimmern und Merchandising-Raum» vor, so Büchner in der letzten Folge. Inzwischen sucht er tatsächlich nach etwas Grösserem - um im Sommer seine Zwillinge unterbringen zu können. 

Büchner und die Gesundheit

Während der beruflichen wie privaten Achterbahnfahrt litt auch Büchners Gesundheit. Einmal musste er wegen Bluthochdruck und eines Zusammenbruchs ins Spital. Seine Diagnose: «Ich bin wie ein Generator, der kurz vorm Durchbrennen ist.» Als bei ihm Lungenkrebs vermutet wurde - erst nach mehreren Monaten gabs Entwarnung -, fand er im Alkohol einen Trostspender. Zur «Bild»-Zeitung meinte er anschliessend: «Ich habe bereits 17'000 Euro versoffen.»

Büchner und seine Feinde

Jens Büchner polarisiert. Das weiss er nur zu gut. Die einen lieben ihn, die anderen können ihn nicht ausstehen. Im vergenenen Herbst ging dieser Hass aber zu weit. Der 46-Jährige erhielt per Mail mehrfach Morddrohungen. «Die haben nicht nur mich, sondern auch meine Freundin Daniela und meine Familie bedroht», sagte er damals zur «Bild»-Zeitung. Büchner erstattete in seiner Heimatstadt Leipzig Anzeige. Seiner Meinung nach muss der Absender aus Deutschland kommen. «Ich werde jede Mail an Ermittler weiterleiten. Die Beamten versuchen dann, den IP-Adressen Besitzer zuzuordnen.»

Büchner und der Schlager

Produzenten und Experten aus der Szene sind sich einig: Singen zählt nicht zu Jens Büchners Talenten. Aber er versteht es wie kein anderer zu unterhalten - zum Beispiel mit seinen Gassenhauer «Pleite, aber sexy». 

Über seine Gesangskünste sagt Büchner im Gespräch mit Klatsch-Tratsch.de nach einem Auftritt im legendären «Bierkönig» auf Mallorca: «Natürlich bin ich kein Profi und kein Schlagersänger. Ich bin Entertainer und versuche, so professionell wie möglich zu sein.» Mit seiner Unterhalterqualitäten konnte er inzwischen auch die Macher der grossen «Olé»-Schlagerparty im deutschen Oberhausen überzeugen. Dort wird er Anfang Juni vor 30'000 Zuschauern trällern - normalerweise ist er sich mehrere hundert gewohnt - und vermutlich auch seinen jüngsten Hit zum mehr oder weniger Besten geben: 

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