Der Weltmeister Deutschland fliegt aus der WM Jogi Löw schliesst einen Rücktritt nicht aus

Damit hatte wohl kaum jemand gerechnet. Der amtierende Weltmeister Deutschland flog heute Mittwoch in der Gruppenphase aus der WM 2018. Bundestrainer Jogi Löw denkt nun laut über Konsequenzen nach.
Jogi Löw WM 2018 Deutschland Russland
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Ein einsamer Gang: Bundestrainer Jogi Löw zieht nach dem Desaster von Kazan mit gesenktem Haupt vom Platz

96 traurige Minuten mussten sich Fans der Deutschen Nationalmannschaft heute antun. Nachdem der absolute Gruppenfavorit schon gegen Mexiko das Auftaktspiel verlor, sich dann aber gegen Schweden einen knappen Sieg erkämpfte, hatten viele die Hoffnung, dass der Knoten gegen Südkorea nun endlich geplatzt ist. 

Geplatzt sind nun nur die WM-Hoffnungen der Deutschen. Das Team von Bundestrainer Jogi Löw, 58, geht gegen Aussenseiter Südkorea mit 2:0 als Verlierer vom Platz. Eine Klatsche die Verteidiger Mats Hummels, 29, direkt nach dem Spiel realistisch kommentiert: «Wir haben seit Oktober 2017 kein gutes Spiel mehr gemacht. Und heute auch nicht. Das ist ein ganz bitterer Abend für uns.» 

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Bundestrainer Jogi Löw gratuliert seinem koreanischen Kollegen Shin Tae-yong zum Sieg. 

Nun geht das Wundenlecken los. Jogi Löw sagt im Interview mit dem ZDF: «Die Stimmung in der Kabine ist sehr schlecht. Kaum einer spricht, es herrscht Stille.» Ob er nach diesem Desaster an Rücktritt denke, will die Moderatorin wissen. Darauf der Bundestrainer: «Ich bin der Erste, der sich hinterfragt. Was lief schief? Woran lag es? Das Aus liegt in meiner Verantwortung. Ich muss jetzt eine Nacht drüber schlafen, bin sehr enttäuscht, frustriert.»

Hängt der Haussegen bei Schröders nun schief?

Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte im Stadion von Kazan wohl eher mit einem Gewissenskonflikt, als mit schlechter Laune zu kämpfen. Der 74-Jährige schaute das Spiel vor Ort mit seiner koreanischen Partnerin So-Yeon Kim, 48. Die feuerte ihr südkoreanisches Team fleissig an. Mit Erfolg. 

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Des einen Freud ist des anderen Leid: Der deutsche alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder und seine südkoreanische Partnerin So-Yeon Kim beim Spiel Deutschland - Südkorea.

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