Bobbi Kristina Brown «Kann mich noch immer mit Mom hinsetzen»

Die Spekulationen um ihre Tochter überschlagen sich seit dem Tod von Whitney Houston: Bobbi Kristina Brown betäube den Schmerz mit Drogen, heisst es. Sie verkrieche sich bei ihrer Familie, sagen andere. Nun meldet sie sich erstmals zu Wort bei Oprah Winfrey - und zeigt sich stärker als vermutet.

Genau 29 Tage nach dem Tod ihrer Mutter Whitney Houston äussert sich Bobbi Kristina Brown, 19, erstmals zu den Geschehnissen. «Es geht mir so gut, wie es mir in dieser Situation gehen kann», sagt sie der US-Talkshow-Ikone Oprah Winfrey in deren Sendung «The Next Chapter» am Sonntag. Die Familie, Gott und Visionen hätten ihr während der letzten Tage Kraft gegeben.

Zurzeit wohnt Bobbi Kristina bei ihrem Onkel und ihrer Tante, Gary und Patricia Houston, in Atlanta. Einen Teil ihrer Zeit verbringt sie aber auch im Haus ihrer verstorbenen Mutter, das sie geerbt hat. «Dort macht sie sich bemerkbar», erzählt Bobbi Kristina. Oft würden die Lichter flackern. «Dann rufe ich jeweils: ‹Mom, was machst du?›» Kristina wacht seit dem Todestag ihrer Mutter immer morgens auf die Minute genau um 5 Uhr auf. Sie nehme sich dann Zeit zum Beten. Oder sie spreche mit Whitney: «Ich kann mich noch immer mit ihr hinsetzen. Dann unterhalten wir uns und lachen.» Bobbi Kristina erinnert sich genau an die letzten Stunden mit Whitney: «Sie hielt mich und streichelte meinen Kopf - den ganzen Tag und die ganze Nacht lang.»

In Winfreys Sendung kommen auch Whitneys älterer Bruder Gary und dessen Frau Patricia zu Wort. Während all der Jahre standen sie der Sängerin sehr nah.

PATRICIA & GARY ÜBER...

... DIE TODES-VORAHNUNG, DROGEN & MUTTER CISSY HOUSTON
«Unsere Mutter sagte immer: ‹Whitney wird nicht so lange mit uns sein.›», erzählt Gary. «Es war ein Instinkt, den sie hatte.» Und der sich bewahrheitete - ganz zur Verwunderung von Patricia: «Sie hat sich so verändert, ich hatte keine Angst mehr, dass Whitney uns zu früh verlassen würde.»

Als Whitney in der Badewanne starb, war Patricia im Raum nebenan. Sie begleitete die Pop-Ikone am Abend zuvor an die Pre-Grammy-Party, war während ihrer letzten Stunden immer an ihrer Seite. «Ich glaube nicht, dass sie an diesem Tag high war.» Am Morgen habe sie im Hotelzimmer normal gefrühstückt, bevor sie diverse Besprechungen gehabt habe. Schliesslich liessen Patricia und Whitneys Assistentin Mary die Sängerin eine halbe Stunde alleine im Zimmer. Als sie zurückkamen, lag sie leblos in der Badewanne.

«Ich wünsche mir, dass Whitney für unsere Mutter zurückkehren könnte», sagt Gary. Cissy komme mit dem Tod ihrer Tochter nicht klar, könne es noch immer nicht fassen. «Sie kann nicht abschliessen.»

... WHITNEYS EX-MANN BOBBY BROWN
Er trage keine Schuld an Whitneys Drogensucht, stellt Patricia klar. Die ganze Familie Houston habe Bobby Brown immer sehr geschätzt, ihn gelegentlich sogar vor Whitney in Schutz genommen. «Man kann nicht sagen, ob sie einander gutgetan haben», versucht Gary das Problem zu erklären.

Die Gerüchte, Bobby hätte Whitneys Beerdigung auf den Wunsch der Houstons verlassen müssen, weisen die beiden von sich. «Ich weiss bis heute nicht, was genau dazu führte, dass Bobby vor Beginn der Abdankungsfeier wieder ging», sagt Gary. Nach der Beerdigung habe er Patricia einmal angerufen, um sich nach Bobbi Kristina zu erkunden.

Whitney Houston, †48, starb am 11. Februar 2012 in einem Hotelzimmer in Beverly Hills. Alle Informationen finden Sie im Dossier von SI online.

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