Karl Dall U-Haft in Zürich! Schweizerin wirft ihm Vergewaltigung vor

Nach einem TV-Auftritt in Zürich soll es passiert sein: Karl Dall hat angeblich eine Schweizer Journalistin vergewaltigt. Der deutsche Comedian weist die Anschuldigungen zurück.
Karl Dall Vergewaltigungs-Vorwürfe von Zürcher Journalistin
© Getty Images

Star-Komiker Karl Dall weist die Vergewaltigungs-Vorwürfe zurück. «Ich bin zutiefst traurig über diese Ereignisse und fühle mich in meinem Zutrauen missbraucht», schreibt er seinen Freunden.

Karl Dall, 72, muss sich wegen schwerer Vorwürfe verantworten. Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen eines Sexualdelikts. Das schreibt die «Bild»-Zeitung in ihrer Ausgabe vom Donnerstag. Der deutsche Komiker befindet sich gerade auf Tour und streitet alles ab.

Die Strafanzeige hat eine 43-jährige Journalistin aus Solothurn eingereicht. Im August habe sie mit Dall ein Interview per E-Mail geführt. Am 5. September soll es dann nach seinem Auftritt in Kurt Aeschbachers Talkshow zum ersten und einzigen Treffen gekommen sein - und zum Übergriff. Nach der Aufzeichnung der Sendung habe er sie in einem Hotelzimmer vergewaltigt.

Als sich Dall am 31. Oktober und 1. November beruflich wieder in Zürich aufhielt, klickten die Handschellen: Nach seiner Vorstellung traf er sich mit seiner guten Freundin Paola, 61, der Witwe von Kurt Felix († 72). Anschliessend wurde er vor der Halle festgenommen und ins Untersuchungsgefängnis Zürich gebracht. Corinne Bouvard von der Oberstaatsanwaltschaft Zürich bestätigt gegenüber «Blick»: «Er wurde nach vier Tagen aus der U-Haft entlassen. Das Strafverfahren ist weiterhin am Laufen.»

In einer Erklärung, die Dall «Bild» zukommen liess, wandte er sich an Freunde und Bekannte. «Eine freie Schweizer Journalistin versuchte, einen beruflichen Kontakt mit mir zu benutzen, sich in mein Leben einzuschleichen und finanzielle Vorteile daraus zu erlangen», schrieb er darin. Und: «Das angebliche Opfer steckt offenkundig in erheblichen persönlichen, psychischen wie finanziellen Schwierigkeiten. Die Person hat nach eigenen Angaben Schulden von 30'000 Franken, hat sich wegen ihrer Spielsucht bei den Schweizer Casinos sperren lassen und hat jahrelang einen anderen Prominenten ‹terrormässig› gestalkt. Dieser Prominente bezeichnet die Attacke dieser Frau als die schlimmste seines Lebens. Ich bin zutiefst traurig über diese Ereignisse und fühle mich in meinem Zutrauen missbraucht. Möge dieser Albtraum möglichst bald vorüber sein.»

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