Karolina Kurkova im persönlichen Interview «Ich esse meinen Teller immer leer»

Sie gilt als eine der schönsten Frauen der Welt – und dennoch liefen ihr die Jungs nicht hinterher. Das tschechische Supermodel Karolina Kurkova verrät, wie und wo sie abschalten kann, was sie ihren beiden Söhnen weitergeben möchte und was es mit der Süsskartoffel auf sich hat.
Energy Fashion Night 2017
© Ivo Nigro

Karolina Kurkova war vor einer Woche zum dritten Mal an der Energy Fashion Night. 

Schweizer Illustrierte: Karolina Kurkova, zum dritten Mal waren Sie Gast an der Energy Fashion Night? Was zieht Sie immer dahin?
Karolina Kurkova: Ich kenne alle Beteiligten schon so gut, dass sie wie eine Familie für mich sind. Ausserdem mag ich Musik und Mode, und die Kombination von beidem ist grossartig.

Sie sind Mutter von zwei kleinen Söhnen. Wie schalten Sie ab?
Im Flugzeug! Das ist der einzige Ort, wo ich Zeit für mich habe. Darum mag ich auch solche Trips. Und ich weiss, dass meine Kinder bestens umsorgt sind, denn meine Eltern sind für sie extra aus Tschechien eingeflogen.

Was in Ihrem Alltag müssten Sie aus ökologischer Sicht dringend verändern?
Ich versuche, so nachhaltig wie möglich zu leben, kaufe im lokalen Farmers Market ein oder recycle. Auch die Schule meines Sohnes ist vorbildlich: Wir haben oft Anlässe, wo die Eltern zusammen mit ihren Kindern den Strand von Abfall säubern.

Was für ein Hintergrundbild hat Ihr Smartphone?
Ein Bild meiner beiden Jungs Tobin und Noah.

Welches Gemüse sollte verboten werden?
Keines. Jedes Gemüse hat ernährungstechnisch einen grossen Wert – auch wenn gewisse Arten weniger schmackhaft sind als andere. Aber ich mag sie alle.

Und war für ein Gemüse wären Sie?
Eine Süsskartoffel.

Um wie viel Prozent müssten Sie Ihr Arbeitspensum reduzieren, damit Sie massiv glücklicher wären?
Gar nicht. Ich kenne keine normalen Arbeitsstunden. Ich reise zwar viel, aber wenn ich zu Hause bin, dann bin ich ganz für meine Familie da. Das Telefon bleibt ausgeschaltet, vor allem, wenn wir zusammen um den Tisch sitzen und essen.

Als Sie Kind waren, was hat Ihre Mutter Ihnen da immer gesagt?
Ich war ein sehr selbstständiges Kind, und meine Eltern mussten mir nie viel vorschreiben. Sie hatten sehr moderne Ansichten und sind seit je meine Vorbilder. Ich habe meine Eltern immer beobachtet und es dann selber umgesetzt.

Wann haben Sie zuletzt etwas Selbstgemachtes geschenkt?
Falls Kochen als etwas Selbstgemachtes gilt, dann täglich. Ich koche immer für meine Familie.

Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie den Teller nicht leer essen?
Ich esse meistens meinen Teller leer, denn ich schöpfe immer nur so viel, wie ich auch esse. Ich mag es nicht, Essen zu verschwenden.

Haben Sie einen Organspendeausweis?
In Miami, wo ich lebe, haben wir das nicht. Wenn man sich jedoch für einen Fahrausweis registriert, kann man vermerken, ob man seine Organe spenden würde oder nicht. Und selbstverständlich würde ich das tun.

Welche Musik soll an Ihrer Beerdigung gespielt werden?
Etwas Gefühlvolles, Erhebendes. Zum Beispiel diese hawaiianische Version von «Somewhere Over the Rainbow».

Können Sie sich vorstellen, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen?
Ich habe gehört, dass das in der Schweiz legal ist. Ja, das könnte ich mir vorstellen. Wenn man sterbenskrank ist, sollte man selber über Leben und Tod entscheiden können.

Ich lese sehr gerne spirituelle oder psychologische Bücher

Welche Eigenschaften möchten Sie Ihren Kindern vererben? Welche keinesfalls?
Meine Arbeitsmoral, meine Professionalität und meine spielerische und positive Energie. Aber so perfektionistisch wie ich müssen sie nicht werden.

Welche Bücher und Filme haben Ihr Leben massiv beeinflusst?
Ich lese sehr gerne spirituelle oder psychologische Bücher wie etwa die Ratgeber von Tony Robbins. Und Filme liebe ich sowieso. Den letzten, den ich extrem mochte, war «La La Land».

Welche Pille gehört erfunden?
Die Glückspille, was denn sonst?

Falls Ihr Leben verfilmt wird, welche Schauspielerin soll die Hauptrolle spielen?
Cate Blanchett. Wir haben uns dank IWC schon oft getroffen, und ich finde sie grossartig.

Als Sie 16 Jahre alt waren, wie sah da Ihr Zimmer aus.
Extrem bunt: Ich hatte grüne, violette, sogar orange Wände. Jedes Jahr strich meine Mutter die Wände anders und dekorierte das Zimmer neu. Das war ihr Hobby.

Wer ist Ihr bester Freund?
Mein drei Jahre jüngerer Bruder Josef.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Ja, auch wenn wir nicht zusammen waren. Ich war als Sportgymnastikerin primär mit Sport beschäftigt und darum nicht das Mädchen, dem alle Jungs hinterherliefen.

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