Prinz Harry Keine Sonderwünsche im Kriegseinsatz

Im Vereinigten Königreich geniesst er die Privilegien des Prinzendaseins, am Hindukusch ist er einer unter Tausenden. Prinz Harry wird bei seinen Militäreinsätzen wie jeder andere Soldat behandelt, wie er in einem Interview sagt. Auf neuen Fotos aus Afghanistan sieht ihn die Öffentlichkeit beim Brettspiel mit Kameraden oder beim Anstehen in der Kantine.

Fünf Monate lang war Prinz Harry, 28, am Hindukusch stationiert, bevor er vergangene Woche seinen Einsatz beendete und nach England zurückkehrte. Neu veröffentlichte Bilder zeigen ihn nun bei seiner Arbeit im Süden Afghanistans - abseits von Luxus und Zivilisation. Einer Gruppe bitischer Journalisten erzählt er zudem von seinem Leben als Militärpilot im Camp Bastion.

Im Camp in Südafghanistan sind die Sitten rauer und Adelstitel unbrauchbar, nicht selten sogar ein Hindernis. Die Zeit schlugen sich die Soldaten mit Brettspielen tot, jeden Morgen eine Partie «Uckers». Wer verlor, braute den ganzen Tag für die Kompanie Tee, und war offiziell die «Brew Bitch» - frei übersetzt die «Teeschlampe». Gemäss Bild.de habe Harrys Kommandant Simon Beattie beim Spielen getrickst, um sich vom Prinzen höchstpersönlich bedienen zu lassen. «Ich habe gestern und vorgestern verloren. Seitdem er da ist, habe ich nur verloren», sagt er den Journalisten. In der Armee gelten auch für Adelige keine Sonderbehandlungen.

Die Armee sei das Wichtigste in Harrys Leben, hier vergesse er, wer er sei. Dennoch: Wenn der Prinz im Einsatz ist, wird er scharf beobachtet. Kurz vor Ende seines fünfmonatigen Afghanistan-Aufenthalts tötete er einen Taliban-Kämpfer und prahlte öffentlich mit der Tat und seinem geschickten Daumen, den er dank seiner Vorliebe für Videospiele habe. Sowohl von den Taliban als auch seitens des Militärs hagelte es Kritik.

Sehen Sie die Bilder von Prinz Harry in Afghanistan in der SI-online-Galerie.

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