Wegen Vergewaltigung & Missbrauch Kesha verklagt ihren Produzenten

Jahrelang soll er die Sängerin unter Drogen gesetzt und vergewaltigt haben. Nun leitet Kesha gegen ihren Produzenten Dr. Luke rechtliche Schritte ein.
Kesha Timber Instagram verklagt Produzent Dr. Luke wegen Vergewaltigung
© Dukas / Getty Images

Kesha klagt gegen ihren Produzenten Dr. Luke.

Die Anschuldigungen lesen sich wie in eine Horrorgeschichte. Zehn Jahre lang hat Musikproduzent Lukasz Gottwald - alias Dr. Luke - seinen Schützling sexuell, physisch, verbal und emotional missbraucht. Nun hat Sängerin Kesha, 27, den 41-Jährigen verklagt.

Schon seit Beginn ihrer Zusammenarbeit - damals war sie 18 Jahre alt - habe Gottwald der «Timber»-Interpretin sexuelle Avancen gemacht, heisst es in den Gerichtsdokumenten, die Tmz.com vorliegen. Um sie gefügig zu machen, habe er sie unter Drogen und Alkohol gesetzt. Unter anderem habe er Kesha Pillen verabreicht. Am nächsten Nachmittag sei sie nackt in Dr. Lukes Bett aufgewacht - wund, krank und ohne Erinnerung an die vergangene Nacht.

Doch nicht nur vergewaltigt soll er sie haben, auch emotional wurde die Musikerin von ihrem Produzenten ausgebeutet. Wie das Onlineportal weiter schreibt, soll Lukasz Gottwald gar Schuld an der Essstörung haben, die Kesha entwickelte. Immer wieder beschimpfte er sie als «fetten Kühlschrank». «Kesha versucht, die Kontrolle über ihre Musikkarriere und ihre Freiheit zurückzugewinnen, nachdem sie zehn Jahre lang ein Opfer mentaler Manipulation, psychischem und sexuellem Missbrauch durch Dr. Luke war», so der Anwalt der jungen Frau.

Und was sagt der Star-Produzent, der unter anderem mit Kelly Clarkson, Katy Perry, Rihanna und Britney Spears arbeitete, zu den Anschuldigungen? Kesha sei eine Lügnerin. Deshalb hat Gottwald ebenfalls Klage eingereicht, wie Tmz.com schreibt. Über seine Anwältin lässt er verlauten: «Keshas Klage ist eine Kampagne, um abscheuliche und falsche Aussagen öffentlich zu machen.» Die ganze Geschichte sei frei erfunden. Kesha und ihre Mutter hätten bereits zugegeben, dass die Missbrauch-Story falsch sei.

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