Königin Silvia Stolze Oma: Im TV schwärmt sie von Enkelinnen

Das hat Seltenheitswert. In einem einstündigen Interview fürs deutsche Fernsehen spricht Königin Silvia von Schweden ausführlich über ihr soziales Engagement und ihre Familie. Ausseredem sagt sie, was sie von Madeleines Umzug nach New York hält.
Screenshot Königin Silvia von Schweden im Interview mit Beckmann
© Sreenshot ARD

Königin Silvia skypt stundenlang mit ihrer Tochter Madeleine, wie sie sagt.

70 Jahre Lebenserfahrung, 38 Jahre auf dem Thron - und trotzdem: Seit Silvia von Schweden Grossmutter ist, hat sich alles verändert. Das offenbart sie in einem ausführlichen TV-Interview mit Reinhold Beckmann, 58. «Meine Mutter sagte immer: Enkelkinder sind der Nachtisch des Lebens. Das Dessert. Und so ist es auch.» Es war unübersehbar: Aus der Königin sprach der Stolz einer Grossmutter!

Dabei gibt sich die Monarchin gewöhnlich eher zugeknöpft, gilt als die stille Macherin im Hintergrund. Kein Wunder, waren doch die Schlagzeilen über sie und Ehemann Carl Gustaf, 68, in den letzten Jahren mehrheitlich negativ. Von Alkohol, Prostituierten und Orgien war da die Rede. Doch die schwedische Königin hielt zu ihrem Gatten. Lächelte tapfer weiter. Inzwischen ist Gras über den Skandal gewachsen, ihre Töchter Victoria, 36, und Madeleine, 31, sowie deren Töchter sind in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Ein perfekter Zeitpunkt also, um im deutschen Fernsehen - Silvia stammt ursprünglich aus Heidelberg - ein ausführliches Interview zu geben.

Im Mittelpunkt des einstündigen Gesprächs, das am Donnerstagabend auf ARD ausgestrahlt wurde, stand zwar die karitative Arbeit der Monarchin. Aber auch über ihre Familie liess sich Königin Silvia einiges entlocken. Beim Thema Enkelinnen kam die 70-Jährige gar richtig ins Schwärmen: «So ein kleines Geschöpf ist wie ein Wunder», sagte sie. «Besonders, wenn man sieht, dass dieses kleine Wunder - Estelle zum Beispiel - plötzlich Dinge entdeckt und Sachen sagt, die wirklich komisch sind.» Sie freue sich sehr auf die Taufe der drei Monate alten Leonore. «Es ist immer sehr schön, wenn die ganze Familie zusammenkommen kann.» Das kommt nämlich nicht mehr oft vor. Die schwedischen Royals haben einen straffen Terminplan: «Man hat wenig Zeit für die Familie, für Freunde, für sich selbst.»

Klar, versucht Silvia ihren Töchtern auch Ratschläge für die Kinder zu geben. Da funktioniert die Monarchin nicht anders als andere Omas - auch wenn sie versuche, es sich zu verkneifen, wie sie lächelnd sagt. «Das gelingt nicht immer. Aber man kann das ja auf eine nette Weise machen.» Sie finde es wichtig, dass man den Dialog mit den eigenen Kindern habe.

Und wenns nur übers Internet ist, wie mit Madeleine. Über Skype bleiben Mutter und Tochter in Kontakt. Regelmässig telefonieren Silvia und Madeleine miteinander, «stundenlang», wie die Königin sagt. Dass ihre jüngste Tochter mit ihrer Familie in New York lebt, hat in der Vergangenheit bei den Schweden immer wieder für Zündstoff gesorgt. Wie geht Silvia damit um, dass ihre Madeleine beschlossen hat, im Big Apple zu wohnen? «Das ist schon weit. Das sind ja nicht nur die neun Stunden, Jetlag und so...es ist weit», gibt sie zu. «Aber sie ist glücklich, ihrer kleinen Familie gehts auch gut. Und das ist ja die Hauptsache.»

Screenshot Königin Silvia von Schweden im Interview mit Beckmann
© Screenshot ARD

Königin Silvia mit Moderator Reinhold Beckmann in ihrem Stockholmer Schloss.

Weitere Artikel über Königin Silvia und Co. finden Sie im grossen Royal-Dossier.

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