Zum 20. Todestag von Lady Di Teil 24: Dianas Werk lebt weiter

Am 31. August jährt sich Dianas Todestag zum 20. Mal. SI online blickt deshalb jeden Tag im August zurück - auf das Leben der Königin der Herzen, den tragischen Unfall in Paris und das Erbe, das sie hinterlassen hat. Teil 24 der grossen Diana-Serie: Dianas Kinder setzen das wohltätige Engagement ihrer Mutter fort.

Diana, †36, hatte viele Gesichter: Style-Ikone, Königin der Herzen, Wohltäterin/Philanthropin. Die Prinzessin war in mehr als 100 Charity-Organisationen involviert und setzte sich für Arme, Kranke und Schwache ein. Nach der Scheidung von Charles 1996 trat sie von den meisten Ämtern zurück und widmete sich bis zur ihrem Tod nur ein paar auserwählten Organisationen.

William, 35, und Harry, 32, machen es ihrer berühmten Mutter gleich und engagieren sich teilweise auch für die gleichen Wohltätigkeitsorganisationen, die schon mit Diana arbeiteten.

Afrika

Prinz Harry Charity Lesotho 2008 wie Lady Diana
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Prinz Harry packt 2008 bei seinem Besuch in Lesotho mit an. 

Die Brüder unterstützen diverse Charity-Organisationen in Afrika. Harry verbringt 2004 zwei Monate in Lesotho, wo er mit verwaisten Kinder arbeitet. 2006 gründet er dort die Stiftung «Sentebale», die sich um HIV-infizierte und arme Kinder kümmert. Seit 2016 gibt es Sentebale auch in Botswana. Auf der Webseite der Organisation schreibt der Prinz: «Ich fühle, dass ich damit in die Fussstapfen meiner Mutter treten und ihr Vermächtnis weiterführen kann.»

Prinz William ist Schirmherr der Organisation «Tusk Trust», die sich für den Schutz und die Aufzucht von Wildtieren einsetzt. Diana war Schutzherrin vom Chipangali-Wildlife-Waisenhaus in Zimbabwe, das verletzte oder verlassene Wildtiere rettete.

Landminen

Lady Diana in Angola 1997
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Lady Diana - 1997 in Angola. 

Diana setzte sich mit «Halo Trust» gegen das Verbot von Landminen ein. Das Bild der Prinzessin, die 1997 durch ein Minenfeld in Angola geht, ist weltberühmt. Auch Harry begibt sich für die gleiche Organisation durch Minenfelder in Angola und Mozambique.

Prinz Harry in Angola
© Reuters

Prinz Harry - wie seine Mutter.

Kurz vor ihrem Tod besucht Diana Kinder in Bosnien, die durch Landminen schwer verletzt worden waren. Zum 20. Jubiläum dieses Besuchs trifft sich Harry mit den nun erwachsenen Opfern und lanciert mit «Halo Trust» eine Kampagne, mit dem Ziel, bis 2025 ein weltweites Verbot von Landminen durchzusetzen.

Aids

Prinz Harry ohne Meghan Markle Rihanna Barbados 2016
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Rihanna und Prinz Harry Anfang Dezember 2016 in Barbados.

Es war in der Aids- und HIV-Hilfe, in der Diana ihre Spuren hinterliess wie niemand anders. Als Schirmherrin des «National Aids Trust» galt Diana als Vorreiterin in diesem Gebiet. In den 1980er Jahren ist die Welt fest im Griff der Krankheit. Fehlinformationen verunsichern die Bevölkerung; die Boulevardpresse schürt Ängste, stigmatisiert die Gay-Community und klagt sie an, die Krankheit zu verbreiten. Es entstehen Vorurteile. Aidskranke werden nicht angefasst, man schirmt sich ab, trägt Handschuhe, wenn man mit ihnen zu tun hat.

In einer Zeit, in der die Angst einer Ansteckung durch Berührung riesig ist, besucht Diana Aidskranke - und tut das, was sie immer tut, wenn sie jemanden trifft: Sie schüttelte Hände. Umarmt. Die Prinzessin war eine der ersten, die Aidskranken normal begegnete. «One handshake smashed the fear» (Ein Handschlag, der die Angst zerschlug), sagen Medien später.

Prince Harry verschreibt sich ebenfalls dem Kampf gegen Aids. So lässt er sich für die «Terrence Higgins Trust» in einem Spital in London auf HIV testen - die Aktion wird live auf Facebook übertragen. Die Organisation lobt Harry, weil er dadurch einer globalen Bevölkerung HIV-Tests als gängige medizinische Untersuchung näherbringt. Am 1. Dezember 2016, dem World Aids Day, unterzieht er sich auf Barbados, gemeinsam mit Superstar Rihanna, einem weiteren HIV-Test, mit dem Ziel, HIV und Aids zu entstigmatisieren.

Psychische Probleme

Im berühmt-berüchtigten BBC-Interview mit Martin Bashir (1995) spricht Diana offen über ihre psychischen Probleme. Sie habe nach der Geburt von William an postnataler Depression gelitten. Und zudem gesteht sie, dass sie sich auch schon selbst verletzt habe. 

William Kate Catherine Harry für Heads Together Kampagne April 2016
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Prinz William, Ehefrau Kate und Prinz Harry für die «Heads Together»-Kampagne im April 2016.

Harry, William und seine Frau Catherine starteten kürzlich die «Heads Together»-Kampagne, um die Bevölkerung für psychische Probleme zu sensibilisieren. Im vergangenen April hatte Prinz Harry der englischen Zeitung «The Telegraph» erzählt, dass er vor ein paar Jahren selbst psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen hatte, um den Tod seiner Mutter zu verarbeiten.

Kinder und Tod

Diana war zwölf Jahr lang Präsidentin von «Barnando’s», einer Organsisation, die sich um missbrauchte Kinder kümmert, und um solche, die häuslicher Gewalt zum Opfer fallen. Und die Prinzessin war auch Präsidentin des «Great Ormond Street’s»-Kinderspitals in London, wo sie regelmässig Patienten bis zu deren Tod besuchte. Harry ist Schirmherr der «Well Child»-Stiftung, die kranke Kinder unterstützt.

Eine enge Freundin von Diana rief 1994 «Child Bereavement UK» ins Leben. Die Wohltätigkeitsorganisation unterstützt Eltern im Falle von Kindstods, oder Kinder, die ihre Eltern verloren haben. Die Prinzessin war eine der ersten öffentlichen Personen, die über das Tabuthema Kindstod sprach. Nun ist William Schirmherr von «Child Bereavement». «Ich wollte immer helfen, wusste aber nicht wie. Meistens wird man bei einem Gespräch still und sagt nichts mehr. Das ist das Schlimmste, was man tun kann», sagt der Prinz in der TV-Dokumentation «Diana, Our Mother: Her Life and Legacy (Diana, unsere Mutter: Ihr Leben und ihr Vermächtnis).

Teil 25: Diana und Kate

Im Dossier: Alle Teile der Diana-Serie

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