Die Nummer 772 der Weltrangliste lebt noch bei der Mutter Jetzt darf «Willbomb» gegen Roger Federer ran

Diese Story ist filmreif! Marcus Willis wollte mit dem Tennis aufhören, dann lernte er eine Frau kennen. Jetzt steht der Brite in der zweiten Runde in Wimbledon und trifft auf Roger Federer.

Eigentlich hatte Marcus Willis genug vom Profisport, nur ein Turnier spielte der 25-Jährige Brite dieses Jahr. Und wenn es nicht anders gekommen wäre, wäre er schon Anfang Jahr nach Amerika ausgewandert, um dort als Tennislehrer zu arbeiten. Jetzt aber steht die Nummer 772 der Weltrangliste in der zweiten Runde in Wimbledon - und ist der nächste Gegner von Roger Federer, 34!

Möglich gemacht hats laut Willis dessen Freundin Jennifer Bate, 30. Im Januar lernten sich die beiden an einem Konzert kennen und verliebten sich sofort. «Eine Woche nach unserem Kennenlernen kam er und sagte, dass er nach Amerika gehen würde», erzählt die Zahnchirurgin der «Daily Mail».

«Ich war fett»

Sie war es, die ihren neuen Freund überzeugt hat, weiter an seiner Karriere zu feilen. Und das tat er. «Ich war fett. Also  ging ich ins Gym und trainierte hart. Es wäre nicht gut gewesen aufzugeben, ohne einmal in Wimbledon gespielt zu haben», sagt Willis, der noch bei seinen Eltern lebt.

Dass er es überhaupt ins legendäre Rasenturnier geschafft hat, war allerdings Glück. Weil ein britischer Kollege im Ranking abrutschte, bekam er die Chance zur Qualifikation. Sein Auftaktspiel gewann Marcus «Willbomb» Willis nach 2 Stunden und 18 Minuten. Es war sein erstes Spiel auf einer ATP-Tour, sein bisheriges Preisgeld von 269 Pfund steigt jetzt mindestens auf 50'000.

Reaktionen von Federer und Murray

Sein Dank galt nach dem Spiel Freundin Jennifer, die zusammen mit Freunden und Familie die Tribüne in Wimbledon zum Beben brachte. «Ich liebe Dich», soll er ihr nach dem Siegeskuss geflüstert haben. Wie stolz die zweifache Mutter auf ihren Freund ist, zeigte sie auch auf Twitter:

Willbombs britischer Sportkollege Andy Murray reagierte ebenfalls prompt:

Und was sagt Roger Federer zu seinem Underdog-Gegner? «Seine Geschichte ist genau das, was unser Sport manchmal braucht.» We agree!

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