Michael Schumacher In der Reha: Corinna ist seine wichtigste Stütze

Er hat das Krankenhaus im französischen Grenoble verlassen und wird seit Montag im Reha-Zentrum in Lausanne behandelt. Das hat vor allem für die Frau von Michael Schumacher Vorteile. Denn so muss Corinna nicht mehr täglich hunderte von Kilometern mit dem Auto zurücklegen.
Michael Schumacher küsst seine Frau Corinna
© Dukas

«Einzeln sind wir nur Worte, zusammen ein Gedicht», stand 1995 auf der Hochzeitseinladung von Michael und Corinna Schumacher. Seitdem sind die beiden ein eingespieltes Team.

Die Nachricht stimmte am Montag alle optimistisch: Michael Schumacher ist aus dem Koma erwacht. Das, nachdem der erfolgreichsten Formel-1-Fahrer aller Zeiten nach seinem Skiunfall wochenlang in Lebensgefahr schwebte.

Jeden Tag fuhr seine Frau Corinna, 45, 170 Kilometer von ihrem Heimatort Gland am Genfersee ins französische Grenoble - und wieder zurück, um auch noch für die gemeinsamen Kinder Mick, 15, und Gina Maria, 17, da zu sein. Es war eine Fahrt zwischen Hoffen und Bangen, die sich am Ende der sechseinhalb Monate jedoch gelohnt hat.

Die Neuigkeiten sind nämlich gemäss Daniel Zutter positiv. «Es ist aber schwierig zu sagen, wie die weitere Entwicklung sein wird», sagt der Neurologe zum «Blick». Auch wenn Schumi gemäss seiner Managerin Sabine Kehm «seine sehr lange Phase der Rehabilitation fortsetzen wird». Jetzt gehe es Schritt für Schritt, doch niemand könne sagen, wie lange die Wiederherstellung dauern werde. Zwei Jahre, drei Jahre oder ein ganzes Leben lang. «Die Hauptsache ist, dass es Fortschritte gibt», betont der ärztliche Direktor der Reha-Klinik Zihlschlacht im Kanton Thurgau. Solange das bei Schumacher der Fall sei, lohne es sich auch, zu kämpfen.

Corinna und Michael Schumacher küssen sich
© Dukas

Die Liebe ist stärker als der Tod: Corinna fuhr jeden Tag von Gland VD nach Grenoble zu ihrem Mann ins Krankenhaus. Zukünftig hat sie es aber deutlich näher: Michael Schumacher ist am Montag zur Reha nach Lausanne verlegt worden.

Dass seine Fans, Freunde und Kollegen ihm so viele gute Wünsche gesendet haben, hätte Michaels Genesungsprozess sicherlich geholfen, schreibt die Familie in einem offiziellen Statement auf der Website des Sportlers. Und bedankt sich zudem bei allen behandelnden Ärzten, Pflegern, Schwestern und Therapeuten in Grenoble ebenso wie bei den Ersthelfern am Unfallort bedanken. «Sie haben in den ersten Monaten hervorragende Arbeit geleistet.»

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