Michael Schumacher Managerin dementiert: Formel-1-Star nicht ausser Lebensgefahr

Es wäre eine Nachricht, auf die alle gewartet haben: Michael Schumacher soll Medienberichten zufolge nach seinem Ski-Unfall nicht mehr mit dem Tod ringen. Dass er ausser Lebensgefahr sei, kann seine Managerin Sabine Kehm allerdings nicht bestätigen.
Michael Schumacher 2011
© Dukas

«Ich kann nicht bestätigen, geäussert zu haben, dass er sich nicht mehr in Lebensgefahr befindet», sagt Schumi-Managerin Sabine Kehm. Der Sportler liegt nach einem Skiunfall seit über einer Woche im künstlichen Koma.

Es waren zehn Tage des Bangens, doch nun soll die Welt angeblich aufatmen können. Die Werte von Michael Schumacher hätten sich gemäss der «Bild»-Zeitung weiter stabilisiert, die Ärzte sollen zuversichtlich sein, dass der 45-Jährige durchkommt. «Der klinische Zustand von Michael Schumacher wird als stabil angesehen und kontinuierlich beaufsichtigt.» Das zuständige Ärzteteam unterstreicht jedoch, dass es nicht aufhören werde, die Situation von Michael als kritisch zu betrachten, schreibt das Krankenhaus in Grenoble am Montag in einer Presseerklärung. Noch am vergangenen Freitag sei der Hirn-Scan - ganz im Gegensatz zu jetzt - «katastrophal» ausgefallen. Das will die deutsche Boulevard-Zeitung angeblich aus Ärztekreisen erfahren haben.  

Dass es mit dem Formel-1-Star aufwärts geht, dementiert seine Managerin Sabine Kehm. «Ich kann nicht bestätigen, geäussert zu haben, dass er sich nicht mehr in Lebensgefahr befindet», zitiert N24.de die 47-Jährige in einer Mitteilung am späten Montagabend. 

Wann die Mediziner den Formel-1-Star aus dem künstlichen Koma holen, ist ebenso unklar. Es ist fraglich, ob Michael Schumacher je wieder ganz gesund wird oder Folgeschäden seiner Kopfverletzung davontragen wird. Es ist also weiterhin Vorsicht angebracht. Es könnte noch immer zu bedrohlichen Komplikationen wie beispielsweise einer Gehirnblutung kommen. Weitere Abklärungen in den nächsten Tagen und Wochen sind notwendig, um zu sehen, wie das Gehirn des Autorennfahrers nach Rückgang der Schwellung funktioniert. 

Zu dem Skiunfall, der sich am 29. Dezember 2013 in Méribel in den französischen Alpen ereignete, gibt es noch immer viele Fragen. Unter anderem, warum Schumis Unfall-Ski zum Verleih und erst danach den Ermittlern übergeben wurde. Und auch die Helmkamera, die der 91-malige Grand-Prix-Gewinner bei der Abfahrt trug, wurde erst fünf Tage nach dem Unglück der Polizei ausgehändigt. Der ermittelnde Staatsanwalt Patrick Quincy, 62, wird dazu am Mittwoch in Albertville erste Ergebnisse der Untersuchung präsentieren. 

Auch interessant