Michael Schumacher Die Ärzte holen ihn offenbar aus dem Koma

Einen Monat nach dem schrecklichen Ski-Unfall soll das Mediziner-Team den ehemaligen Formel-1-Piloten Michael Schumacher aus dem künstlichen Tiefschlaf wecken. Die Ärzte seien bereits dabei, in kleinen Schritten die Betäubung zu reduzieren.
Michael Schumacher fährt für einen deutschen Rennstall, fühlt sich aber in Schweiz daheim.
© DUKAS/ACTIONPRESS

Laut französischen Medienberichten befindet sich Michael Schumacher in der Aufwachphase. Sprecherin Sabine Kehm will die Aussagen des Arztes allerdings nicht bestätigen.

Wird Michael Schumacher schon bald die Augen wieder aufschlagen? Seit vier Wochen liegt der 45-Jährige mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma im Koma, nachdem er beim Skifahren in den französischen Alpen verunglückte. Nun ist das Ärzteteam der Universitätsklinik Grenoble angeblich dabei, den ehemaligen Rennfahrer aus dem Koma aufzuwecken. Das berichtet der französische Fernsehsender «BFMTV» mit Bezug auf Stephan Chabardes, Schumachers Neurochirurgen. Er habe bestätigt, dass Schritt für Schritt die Sedierung zurückgeschraubt werde und sich der Patient in der Aufwachphase befinde.

Auch die Zeitung «L’Equipe» hat bereits am Mittwoch berichtet, dass die Ärzte Schumacher aus dem Koma holen wollen. Die Sportzeitung bezieht sich dabei auf einen direkten Kontakt im Spital. Der stellvertretende Chefredaktor des Blattes, Jérémie Arbona, sagte gegenüber Bild.de: «Wir haben sehr sichere Quellen im Krankenhaus. Wir sind uns hundertprozentig sicher.»

Einen Patienten aus dem Koma zu wecken, kann Tage, manchmal sogar Wochen dauern. Auch ein Abbruch ist nicht ausgeschlossen - je nachdem, wie das Gehirn auf den Prozess reagiert. Prof. Uwe Kehler, Leiter der Neurochirurgie der Asklepios Klinik Hamburg-Altona, klärt im Gespräch mit Bild.de auf: «Die Ärzte messen währenddessen die Hirnströme über ein EEG und lassen den Patienten entsprechend langsam aufwachen.» Sollte der Druck ansteigen, müsse das Koma eventuell wieder vertieft werden. Bis ein Patient die Augen öffne oder ansprechbar sei, vergehe viel Zeit.

Schumachers Sprecherin Sabine Kehm will die Neuigkeiten nicht bestätigen: «Ich betone erneut, dass jegliche Aussagen über Michaels Gesundheitszustand, die nicht vom behandelnden Ärzteteam oder seinem Management stammen, als Spekulation zu werten sind.»

Alle Informationen rund um Michael Schumacher finden Sie im Dossier von SI online.

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