Michael Schumacher Krankenakte verschwunden - und zum Kauf angeboten!

Neue Aufregung um den verunfallten Formel-1-Fahrer: Diebe haben seine Patientendokumente gestohlen. Managerin Sabine Kehm kündigt juristische Schritte an.
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Ziemlich dreist: Michael Schumachers Krankenunterlagen wurden gestohlen und sollen nun für viel Geld verhökert werden.

Michael Schumacher, 45, kommt nicht zur Ruhe. Eine Woche nach seiner Verlegung von Grenoble nach Lausanne sorgt ein Diebstahl für Wirbel. Unbekannte haben einen Teil seiner Patientenakte mitgehen lassen. «Seit einigen Tagen werden einigen Medienvertretern gestohlene Dokumente zum Verkauf angeboten», teilt die Managerin Sabine Kehm des Rennfahrers am Montag mit. «Wir können nicht beurteilen, ob die Unterlagen echt sind. Fakt ist jedoch: Die Unterlagen sind gestohlen. Der Diebstahl wurde angezeigt. Ermittlungsbehörden sind eingeschaltet.»

Gegenüber der «Bild»-Zeitung stellt seine Sprecherin ausserdem unmissverständlich klar, was sie vom Vorfall hält: «Da kann man doch nur entsetzt und angewidert sein! Ich kann nur dringend davon abraten, diese Unterlagen zu kaufen oder zu veröffentlichen. Wir werden selbstverständlich mit allen verfügbaren Mitteln dagegen vorgehen.» Die deutsche Boulevardzeitung weiss, dass die dreisten Diebe mindestens 60'000 Franken für die Dokumente wollen. Deren Echtheit werde mit angeblichen Details zu chirurgischen Eingriffen belegt.

Unklar ist, wie die Täter an die Papiere gelangen konnten. Laut der Regionalzeitung «Dauphiné Libéré» wurden die ersten zwei Seiten einer rund zehnseitigen Akte gestohlen. Das Computersystem der Universitätsklinik in Grenoble werde auf einen möglichen Hackerangriff oder unbefugten Zugang untersucht.

Sechs Monate sind seit dem Ski-Sturz von Michael Schumacher inzwischen vergangen. Und es ist nicht der erste Fall von Indiskretion: Schon kurz nach dem Unfall hatte sich ein Mann als Priester verkleidet, um zu ihm ins Spital Grenoble zu gelangen. Und später versuchten zwei Personen, in sein Zimmer auf der Intensivstation zu schleichen, um ihn zu fotografieren.

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